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Eugen A. Meier

e Baasler Autor und Politiker
Dialäkt: Baseldütsch

Dr Eugen Anton Meier (* 4. August 1933 z Baasel; † 4. Mai 2004 z Naters) isch e Baasler Autor vo Schrifte über d Gschicht vo dr Stadt Baasel gsi, e Groossrat und e lokaale Sportfunkzionär.

LääbeBearbeite

Dr Eugen A. Meier het e Bibliodekaar-Leer an dr Uniwersidäätsbibliodeek Baasel gmacht. In de 1960er Joor isch er Assistänt im Staatsarchiiv Baasel-Stadt gsi und zwäite Börseschriiber an dr Baasler Effäktebörse.

 
Die früesti bekannti Daarstellig vom «Morgesträich» us Eugen A. Meier: Basler Almanach. Baasel 1988.

Er isch Autodidakt in dr Gschichtskund gsi und het vo de 1960er Joor aa e Hufe Büecher und Ufsetz über Themene vo dr Baasler Lokalgschicht in Stadt und Land verfasst und uusegee oder verläit. Wägen em iigängige Schribstiil und dr vilfältige Thematik si sini Publikazioone bin ere groosse Lääserschaft seer populäär worde. D Fachhistoriker hingeege si weeniger zfriide, wil er käni Kwellenoochwiis aagit und s in de Zitat us historische Kwelle vilmol Feeler het. Im Meier sini Büecher gälte aber as e Fundgruebe für historischi Bildkwelle, wo mä sust schweer draachunnt, wil vili von ene sich im Brivatbsitz befinde.

Vo 1972 bis 1988 und no äinisch vo 1992 aa het dr Meier im Groosse Root Politik gmacht, zerst für d CVP und spööter für d DSP. Er isch au im Bürgergmändiroot gsässe und im Bankroot vo dr Baasler Kantonaalbank.

Er isch in vile Beriich vom gsellschaftlige Lääbe vo dr Stadt anggaschiert gsi. Er het mitghulfe d Stifdig Basler Fähren gründe und isch Statthalter vo dr Schifflützumft gsi. In dr Chläibaasler Eeregsellschaft zum Räbhuus isch er und 1986/1987 isch er Vorgsetzte gsi und Vorsitzende Mäister vo de Baasler Zümft und Eeregsellschafte.

Bsundrigs intressiert het en au dr Sport: As Jugendlige het er bim FC Nordstärn gschuttet, 1956 isch er Mitgliid vom RTV 1879 worde, isch 1957 bi dr Gründig vom FC Heimatland drbii gsi und 1977 Mitiniziator vom FC Stradivari. Wääred Joorzäänt isch er Mitgliid vo dr Gnosseschaft Stadion St. Jakob gsi, dr Äigedümere vom Joggeli. Er isch in dr Baasler Sportkommissioon gsi und im Vorstand vo dr IG Baasler Sportverbänd und het zu de groosse Förderer vom Schwizer Sportmuseum ghört.

Für sini Verdienste um Baasel isch dr Meier 1994 as Eerespalebärglemer uszäichnet worde.[1]

Dr Meier isch 2004 in sim Oberwalliser Domizil gstorbe und uf em Baasler Wolfgottesacker begraabe worde. E groosse Däil (mee as 2,5 Millione Franke) vo sim Vermööge het er ere Stifdig vermacht, wo arme Baasler an dr Wienacht e Gschänkli säll gee.[2] D Eugen A. Meier-Stifdig wird vo dr Baasler Bürgergmäind verwaltet.[3]

Wärk (Uswaal)Bearbeite

  • Basel: Eine illustrierte Stadtgeschichte. Helbing & Lichtenhahn, Baasel 1969 (als Hrsg.)
  • Aus dem alten Basel. Ein Bildband mit Geschichten aus den Anekdotensammlung von Johann Jakob Uebelin (1793–1873). Birkhäuser, Baasel 1970.
  • Basel in der guten alten Zeit. Von den Anfängen der Photographie (um 1865) bis zum 1. Weltkrieg. Birkhäuser, Baasel 1972.
  • Das süsse Basel. Ein Breviarium der süssen Kunst im alten Basel mit 414 Gutzi- und Süssspeisenrezepten aus sechs Jahrhunderten und zwölf Dutzend schwärmerischen Lebkuchensprüchen. Birkhäuser, Baasel 1973.
  • Verträumtes Basel. 5000 Häusernamen – ein unbekanntes Kapitel Basler Stadtgeschichte. Birkhäuser, Baasel 1974.
  • Das andere Basel. Stadtoriginale, Sandmännchen, Laternenanzünder, Orgelimänner, Heuwoogschangi, fliegende Händler und Stänzler im alten Basel. EAM, Baasel 1975.
  • Turnen und Handball. 100 Jahre RTV Basel 1879 (Sportliches Basel; 1). Birkhäuser, Baasel 1979, ISBN 3-7643-1110-X.
  • Badefreuden im alten Basel samt einer Beschreibung der historischen Gesundbrunnen im Baselbiet und Leimental (Basler Miniaturen, Bd. 1), EAM, Baasel 1982.
  • mit Hans Bauer: Der Basler Arbeitsrappen 1936–1984. Die Geschichte eines genialen Sozialwerks und dessen Auswirkungen auf die städtebauliche Entwicklung Basels. Birkhäuser, Baasel 1984.
  • Die Basler Fasnacht. Geschichte und Gegenwart einer lebendigen Tradition. Fasnachts-Comité Basel, Basel 1985.
  • Vogel Gryff: Geschichte und Brauchtum der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels. Litera AG, Baasel 1986.
  • Das sagenhafte Basel. Litera AG, Baasel 1987, ISBN 3-906701026.
  • Basler Almanach: ein authentischer Geschichtskalender der Stadt und Landschaft Basel durch die Jahre 237 bis 1914. Buchverlag der Basler Zeitung, Baasel 1988, ISBN 3-85815-175-0.
  • Das süsse Basel. Gebäcke, Süssspeisen, Zuckerwaren, Pasteten, Tranksame. 2222 Rezepte. Buchverlag der Basler Zeitung, Basel 1996; zweite, veränderte und erweiterte Auflage unter dem Titel: Das süsse Basel. Eine Sammlung von weit mehr als 2222 in Basel aufgeschriebenen und angewandten Back- und Kochrezepten aus sechs Jahrhunderten. Buchverlag der Basler Zeitung, Baasel 1996.

WeblinggBearbeite

FuessnooteBearbeite

  1. Ehrespale
  2. Zumft zu Schifflüt: Knote 38, Ecke des Meisters, S. 1, Juni 2009
  3. Stiftungen Archivlink (Memento vom 1. Jänner 2014 im Internet Archive), buergergemeindebasel.ch