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Dialäkt: Schwäbisch

Dr Hermann Rau (* 12. Merz 1927 z Eislenga, † 11. Merz 2014 z Heilbronn) ischt a vordinschvoller deitscher Kirchamusiker (Kantor, Organischt, Pädagog) ond zeitweis au Musikkridiger gwäa.

Inhaltsverzeichnis

Aus seim LeabaBearbeite

Kendheit, Jugend, AusbildongBearbeite

Dr Hermann Rau kommt am 12. Merz 1927 z Eislenga an dr Fils[1] uff d Welt. Scho vôr seim sechsda Lebensjôhr kriagt’r Klaviirondrricht ond schbätr au noh Geigaondrricht. Als 16-jähriger Kerle wuud’r als Flakhelfer zom Zwoida Weltkriag eizoga. Knapp zwoi Jôhr druff däff’r wiidr hoim, wo-nr d Gelegaheit ergreift, a bond zammagwirflda Abidursklass zo bsuacha ond dui 1946 mit-em Exama abzoschliaßa. Hendrher studiirt’r an dr Stuegerter Musikhochschuel Kirchamusik mit de Schwerponkt Orgel, Chorleidong ond Tonsatz. Seine Lehrer send dr Hans-Arnold Metzger, d Viktoria Renz, dr Karl Gerok, dr Hans Grischkat, dr Johann Nepomuk David ond dr Karl Marx. 1950 schliaßt’r sei Studiom mit-ma hervorragenda Ergebnis ab. Weil’r abr et glei a Stell als Kirchamusiker kriagt, packt’r noh viir Semeschtr Klaviirschbiil ond viir Semeschtr Orkeschtr-Dirigiira druff-nuff.

An dr Geislenger StadtkirchBearbeite

Sei erschda Stell als neaba-beruaflicher Kirchamusiker kriagt dr Hermann Rau 1950 an dr evangelischa Stadtkirch z Geislenga ond ischt froh driber, dass’r endlich des en d Praxis omsetza kôô, was’r glernt hôt. 1952 wuud sei Stell zo-ra volla uffgwerdet. Zuasätzlich vrsiht’r au noh s Amt als Bezirkskantor. En dera 13-jähriga Zeit en Geislenga grindet dr Rau da Geislinger Singkreis, an Chor, wo au en dr Lage ischt, grauße ond schwiirige Chorwerk uffzofihra wia da Elias vom Felix Mendelssohn Bartholdy ond d Carmina Burana vom Carl Orff. Mit deane Werk gôht’r au uff Turnee, zom Beischbiil ens Zwiifalder Minschdr. Außerdem fihrt dr Rau en der Geislenger Stadtkirch em Rahma vo-ma Zyklus älle Orglwerk vom Johann Sebastian Bach auf. Em Sengkreis lernt’r au a Frau kenna, wo-nr schbätr amôl heiradet ond wo-nr drei Kendr mit-ra kriagt.

An dr Kilianskirch z HeilbronnBearbeite

Au en Heilbronn kôô dr Hermann Rau seine grauße Fähichkeida als Musikpädagog beweisa: 1965 grindet’r da Bachchor an der Kilianskirche ond fihrt als Konzertreihe d Stunde der Kirchenmusik ond d Heilbronner Kirchenmusiktage ei. Mit seine Ensembles fihrt’r an Haufa Werk auf, wo zom erschda Môl ibrhaupt z Heilbronn live gheert werra kennet, zom Beischbiil vom Franz Liszt, vom Georges Bizet, vom Gabriel Fauré und vom Arthur Honegger. Konzertreisa fihret-en durch ganz Eiropa ond durch d Vreinigde Staada vo Amerika. Beim Wirdabergischa Kammerorkeschtr Heilbronn wuud’r lang als Cembalischt ondr dr Leidong vom Jörg Faerber hoch gschätzt. Em Mai 1985 schliaßlich ernennt dr Verband Evangelischer Kirchenmusiker Deutschlands da Hermann Rau zo seim Präsidenda. Des Amt iabt’r fascht elf Jôhr lang aus, bis’r en Ruhestand gôht. Abr au dôô lôôt-em sei graußa Liabe zor Musik koi Ruah. Er sorgt drfiir, dass dr alde Bôhhof vom Heilbronner Stadtdoil Sontheim grendlich renoviirt ond hendrher zor Musikstation Sontheim omgwidmet wuud. Bis ens Jôhr 2005 isch-ems vrgennt, deet fir ôôschbruchsvolle Kammerkonzert zo sorga, wo weit ibr Heilbronn naus Beachdong fendet.

Oin Dag vôr dr Vollendong vo seim 87. Lebensjôhr stirbt dr Hermann Rau en Heilbronn nôch-ra langa Kranket.

A Auswahl vo seine WerkBearbeite

  • Auswertung der Bezirkskantorenberichte 1963/1964 (1965)
  • Memorabilien – tonal und atonal, Autobiografii (2012)
  • Mitvorfassr vom Orgelbuch zum Evangelischen Gesangbuch

LitradurBearbeite

  • Siegfried Bauer: Ein Leben für die Kirchenmusik – Zum Gedenken an Hermann Rau, Uffsatz en de Württembergische Blätter für Kirchenmusik, Heft 3/2014, S. 14 bis 16
  • Siegfried Bauer: Württembergische Größen der Kirchenmusik, a Ardikel en dr Festschrift Landeskirchenmusikfest 2017, rausgäa vo de Württembergische Blätter für Kirchenmusik, Ausgab 3/2017, S. 64–73

WeblinkBearbeite

FuaßnodaBearbeite

  1. Dui Stadt leit em heidiga Landkreis Gebbenga