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Scuol ( [ʃku̯ɔl]?/i; dütsch Schuls) isch a politischi Gmaind i da Region Engiadina Bassa/Val Müstair im Kanton Graubünda.

Scuol
Wappe vo Scuol
Basisdate
Staat: Schwiiz
Kanton: Graubünde (GR)
Region: Engiadina Bassa/Val Müstairw
BFS-Nr.: 3762i1f3f4
Poschtleitzahl: 7545 Guarda
7546 Ardez
7550 Scuol
7551 Ftan
7553 Tarasp
7554 Sent
UN/LOCODE: CH SCU
Koordinate: 818622 / 18706246.798810.3031243Koordinaten: 46° 47′ 56″ N, 10° 18′ 11″ O; CH1903: 818622 / 187062
Höchi: 1'243 m ü. M.
Flächi: 438,63 km²
Iiwohner: 4598 (31. Dezämber 2017)[1]
Website: www.scuol.net
Scuol

Scuol

Charte
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w

Es isch flächemässig di gröschti Gmaind vo de Schwiiz.

Inhaltsverzeichnis

GmaindnameBearbeite

De Name Scuol söll vom latinische scopulus «Klippe» stamme.[2] Bi da Wahl vom Name för d Gmaind, hät me de Name vom Hoptort Scuol gnoo, wo bis 1943 offiziell Schuls, vo 1943 bis 1970 Scuol/Schuls und sithär Scuol ghaisst.[3]

GeografiiBearbeite

D Gmaind Scuol ligt im untara Engadin und wird vom Inn durflossa. Si bestoot us da Frakziona (Dörfer) Ardez, Ftan, Guarda, Scuol, Sent und Tarasp. D Nochbergmainda sind im Süda Val Müstair, im Weschta Zernez und im Nordoschta Valsot. Im Norda gränzt si a Gaschurn im Vorarlbärg und a Galtür im Tirol. Im Oschta sind Graun im Vinschgau, Mals und Taufers im Münstertal d Nochbergmainda im Südtirol. Scuol isch, sit da Fusion Aafangs 2015, mit 438 km² um 8 km² grösser als Glarus Süd und drum di flächemässig gröschti Gmaind vo da Schwiz. Mit öpa 4'600 Iiwohner isch si zuglich di gröschti bündnerromanisch Gmaind überhaupt.

Im Gmaindsgebiet sind es paar Sitetääler vom Engadin: s Val Tuoi, s Val Tasna, s Val Sampuoir, s Val Plauna, s Val S-charl und s Val Uina. S obere Val Mingèr liit im Schwizerische Nazionalpark. Vo Tamangur im S-charltaal us goot en Fuesswääg über de Costainaspass is Münschtertaal, und vo dr Alp Plazer dr Cruschettapass uf Taufers im Vinschgau.

Gschicht vo de GmaindfusionBearbeite

Aafangs 2013 hät a Projektgruppa under da Laitig vom Christian Fanzun, Gmaindspräsident vo Tarasp, aagfanga sich z beschäftiga mit ara möglicha Fusion vo da sächs Gmainda Ardez, Ftan, Guarda, Scuol, Sent und Tarasp. Die Gmaindsfusion im Unterengadin isch umstritte gsi. Z Sent hät sich d Oppositionsgruppe «Sent forever» formiert, wo gege d Fusionsplän gsi isch.[4] Ende März 2014 händ d Stimmbürger vo da sächs beträffenda Gmainda da Fusion per 1. Jänner 2015 denn doch zuegstimmt. Am wenigschta Zuestimmig, 60 %, häts z Tarasp gee, am maischta, mit 93 %, z Guarda. Bi da anderna Gmainde gseets so us; Sent me als 71 %, Ardez 76 %, Ftan 82 % und Scuol 84 %.[5] Da Bündner Grossi Root hät am 10. Dezember 2014 dära Fusion zuegstumma und an Förderbitrag vo zäh Millione Franke als Understützig gsprocha.[6]

Am 1. Januar 2015 hät da partailos Christian Fanzun, wo Endi Augschta 2014 gwählt worda isch und us Tarasp kunnt, s Amt vom Gmaindspresident aaträtta.[7]

 
s Schloss Taraschp

LüütBearbeite

SehenswürdikaiteBearbeite

En markante Bau i de Gmaind Scuol isch s Schloss Taraschp.

Anderi schööni Gebäud sind:

  • d Chile vom häilige Georg
  • di evangeelisch Chile vo Ardez
  • d Ruine vom uralte Hoschpyz Chanoua
  • di vile Hüüser, wo mit Sgraffiti verziert sind
  • di modärni Brugg über de Inn
  • d Gurlainabrugg
  • di alti tekti Holzbrugg
  • dr Baanhof Schuls-Tarasp
  • d Ruine vo de alte Chile vom Sankt Peeter z Sent
  • d Burgruine Steinsbärg z Ardez
  • s Hotäll Villa Engiadina z Taraschp

WirtschaftBearbeite

Im grosse Gmaindgebiet git’s wiiti Landwirtschaftsareal und vil Alpbetriib.

Bi Sent isch es Chraftwärch vom Engadiner Elektrizitätswärch.

Ftan und Suol hend zäme es Schiigebiet. S Gebiet Scuol-Tarsp-Vulpera isch sid em 19. Jaarhundert en internazional bekanti Feriestazioon.

Bis uf Scuol abe chunt d Engadiner Linie vo dr Rätische Baan.

WeblinkBearbeite

  Commons: Scuol – Sammlig vo Multimediadateie

FuassnootaBearbeite

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 2018-08-31. Abgrüeft am 2018-09-30.
  2. Robert von Planta (Begr.): Rätisches Namenbuch. Bearbeitet und ussagee vom Konrad Huber. Band 2: Andrea Schorta: Etymologien (Romanica Helvetica. Bd. 63). Francke, Bern 1964, S. 841
  3. Toponymische Richtlinien der Schweiz Archivlink (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive) in: Empfehlungen und Hinweise für die Schreibweise von geografischen Namen zur internationalen Verwendung, Zweisprachige Gemeindenamen, Site 16, Bundesamt för Landestopografii (swisstopo) 1. Uusgob 2010, abgruefe am 11. Dezember 2014 (pdf; 1,1 MB)
  4. Scuol als neue grösste Schweizer Gemeinde SRF, «Regionaljournal Graubünden», Artikel vom 3. Februar 2014
  5. Sechsmal Ja zur Fusion Scuol uf suedostschweiz.ch, Artikel vom 30. März 2014
  6. Scuol ist die grösste Schweizer Gemeinde Regionaljournal Ostschwiz und Graubünda, Mittailig vom 11. Dezember 2014
  7. Christian Fanzun wird Gemeindepräsident von Scoul SRF 1, Regionaljournal Graubünda, Sändig vom 24. Augschta 2014