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Franz Ehregott Hauptvogel

dütsche Jurist und Mundartautor

Dr Franz Hauptvogel, wo am 9. Mai 1872 z Leipzig uf d Wält cho isch und bis am 5. März 1932 gläbt het, isch e düütsche Jurischt und Mundartschriftsteller gsi.

Dr Hauptvogel het z Leipzig s Nikolaigimnasium bsuecht und a dr Uni vo synere Stadt Kunschtgschicht, Volchswirtschaft und Rächt studiert. 1896 het er promoviert. Drno het er am Düütsche Theater z Berlin d Uusbildig zum Schauspiiler und Reschissöör gmacht. Er het z Stettin un z Chemnitz gschaffet, bevor er 1900 zrugg uf Leipzig cho isch, won er am Rychsgricht, dänn am Amtsgricht und uf ere Awaltskanzlei gschaffet het. Sit 1905 isch er sälbständigen Jurischt z Leipzig gsi. Das isch underbroche woorde dur sy Militärdienscht im Eerschte Wältchrieg.

Dr Franz Hauptvogel het Prosawäärch, juristischi Fachliteratur, Gedicht und Theater gschribe. Teils sind syni Wäärch i dr sächsiche Mundart.

WärchBearbeite

  • Das grosse Geheimnis! Shakespeare oder Bacon?, 1896
  • s’Messherze, uffs Modernste behorcht und bewglobbt. Leipziger Localposse, 1897
  • Fietsch uff das Leipz’cher Messe oder’s Messherze. ein Schwank in sächsischer Mundart, 1918
  • Liebesfriede, 1898
  • Als gemeiner Soldat zum Landsturm ausgehoben, ins Feld nach dem Westen gerückt, zurückgekehrt in die Heimat. Stimmungen und Erlebnisse eines Gebildeten, 1918
  • Friede! Ein Ruf, 1918
  • Fietzsche macht na Leibzch nei, 1919
  • Gedichte un Erzehlungen, 5 Teile, 1920-1926
  • s neue Glawier. Erzählung aus enner guden Familie mit drei Dechdern un e Nechzeechling, 1925
  • Garle Ullrich uff dar Ostsee. De erschte Ferichen Reese von Schmal’ns ihr’n Markthelfer. Gedichde und Erzehlungen, 1928

LiteraturBearbeite

  • Bernhard Sowinski (u.a.): Lexikon deutschsprachiger Mundartautoren. 1997.
  • Lutz Hagenstedt, Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Band 13, 2010, Sp. 137–138.