Rabbiner

Funkzionsdrääger in dr jüdische Religion

E Rabbiner (hebr. רב Rav, Pl. רבנים Rabbanim, aschkenasisch-hebräisch und jiddisch Row, Meerzaal Rabbonim, bzw. in chassidische Gmäinde Rebbe, Meerzaal Rebbes; dütsche Pl. Rabbiner) isch e Funkzionsdrääger in dr jüdische Religion. Dr Ditel wird vo hebräisch Rav oder aramäisch Rabbuni „Mäister, Leerer“ abgläitet. Bäidi Begriff gönge uf die semitischi Wurzle raba „grooss si“ zrugg.

E Rabbiner bim Religionsunderricht, 2004

Rabbi isch vom Zitalter vo dr Mischna bis ins Middelalter en Eereditel für bsundrigi Tora-Gleersamkäit gsi. Au dr Jesus vo Nayaret wird im griechische Nöije Testamänt vilmol as Rabbi aagsproche.

Bi sephardische Rabbiner isch d Bezäichnig Chacham (hebr. חכם, dütsch „Wiise Maa“, lueg z. B. Chacham Baschi) üüblig.[1]

Iidäilig vo de Rabbine und Rabbiner noch gschichtlige Perioode

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Rabbine
  • 250 v. d. Z. bis O: Sugot
  • 0 bis 220 n. d. Z.: Tannaim
  • 220 bis 500: Amoräer
Rabbiner
  • 500 bis 620: Saboräer
  • 620 bis 1050: Geonim
  • 1050 bis 1500: Rischonim
  • 1500 bis hüte: Acharonim

Litratuur

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  • Rabbinische Gutachten über die Verträglichkeit der freien Forschung mit dem Rabbineramte. Zwei Bänd. Freund, Breslau 1842–1843.
  • Moses Braunschweiger: Die Lehrer der Mischnah. Ihr Leben und Wirken. Für Schule und Haus nach den Quellen bearbeitet. Kauffmann, Frankfurt am Main 1890 (3. Uflaag. Morascha, Baasel / Züüri 1993).
  • Simon Schwarzfuchs: Etudes sur l’origine et le développement du rabbinat au Moyen Age. (= Memoires de la Société des Études Juives. 2, ISSN 0560-5296). Durlacher, Bariis 1957.
  • Gerd A. Wewers: Geheimnis und Geheimhaltung im rabbinischen Judentum. (= Religionsgeschichtliche Versuche und Vorarbeiten. 35) de Gruyter, Berlin u. a. 1975, ISBN 3-11-005858-8 (Au Dissertation an dr Universität Göttingen 1974.)
  • Walter Homolka: Der moderne Rabbiner. Ein Rollenbild im Wandel. Hentrich & Hentrich, Berlin 2012, ISBN 978-3-942271-62-2.
  • Simon Schwarzfuchs: A Concise History of the Rabbinate. Blackwell, Oxford u. a. 1993, ISBN 0-631-16132-5.
  • Julius Carlebach (Hrsg.): Das aschkenasische Rabbinat. Studien über Glaube und Schicksal. Metropol, Berlin 1995, ISBN 3-926893-52-4.
  • Adin Steinsaltz: Persönlichkeiten aus dem Talmud. Morascha, Baasel / Züüri 1996 DNB 948021454.
  • Andreas Brämer: Rabbiner und Vorstand. Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Deutschland und Österreich 1808–1871. (= Aschkenas. Beiheft 5). Böhlau, Wien u. a. 1999, ISBN 3-205-99112-5.
  • Carsten L. Wilke: „Den Talmud und den Kant“. Rabbinerausbildung an der Schwelle zur Moderne. (= Netiva 4). Olms, Hildesheim u. a. 2003, ISBN 3-487-11950-1.
  • Julius Carlebach, Michael Brocke (Hrsg.): Die Rabbiner der Emanzipationszeit in den deutschen, böhmischen und grosspolnischen Ländern 1781–1871 (= Biographisches Handbuch der Rabbiner 1). Bearbeitet von Carsten Wilke. Band 1: Aach – Juspa. Band 2: Kaempf – Zuckermann. Saur, München 2004, ISBN 3-598-24871-7.
  • Julius Carlebach, Michael Brocke (Hrsg.): Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945. (= Biographisches Handbuch der Rabbiner 2). Bearbeitet von Katrin Nele Jansen, Jörg H. Fehrs, Valentina Wiedner. K. G. Saur, Münche 2009, ISBN 978-3-598-24874-0.[2]

Weblingg

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Fuessnoote

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  1. Chacham isch au allgemäin im Juudedum e Wort wo brucht wird zum Gleerti z eere, v. a. die vom Talmud. Wil im Arabische الرب‎ / ar-Rabb /‚der Herr‘ äine vo de Eereditel vo Allah isch, bruche Sephardim in islamische Länder fast nume d Bezäichnig Chacham.
  2. Vgl. Nathanael Riemer: Rezension zu: Carlebach, Julius; Brocke, Michael: Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945. Münche 2006 (Site cha nüme abgrüeft wärde; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/hsozkult.geschichte.hu-berlin.de. In: H-Soz-u-Kult. 17. Merz 2010.
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