Pietro Axerio (1827–1905)

Myn liab Arimmu

Myn liab Arimmu, ech muaß dech varlohn,
Dos tua' mer im Hers so weh!
Du liabs Ort, wo-n-ech so gera stohn,
Walje's Gatt, doß ech cheme meh!

Ghumpfiata Aiu und Attu
Und ale Rimmaru-Lyt!
Tiad far mech batu –
Ech muaß gohn so wyt, so wyt!

Al Chend, dos in d'Rirnmu tia werda,
Miaßen gohn in d'Framde gwennan eriun Brod
Und flyßeg as wos varberga,
Om im Oltar nyt z'lyda Nod!

Darom walj'ech Gatt battu,
Doß ar macha ussar mech an brova Mon,
Und falgen, wos du scheegt myn Attu:
Mu miassat sporen, wann mu wellt as wos hon!

Mynen liaben Toten, dos im Fritthof stohn,
Denen scheeg ech au Ghumpfiata!
Dei luagi mech van im Hemmel on
Und werde mech halfa hiata!

Myn liabun Altattu und Altaiu,
Ar hai' mech so gera ghoba!
Dar liab Gatt hat so walje,
Doß mu schi so pfant, ach so pfant, vargroba!

Ghumpfiata Bergo, Ghumpfiata Tol,
Ghumpfiata my Liabu ale schamd!
Dank' ihna ale z'tuuschem Mol –
Ghumpfiata, du liabs Land!


Quälle: Emil Balmer: Die Walser im Piemont. Francke, Bern 1949, S. 164f.