Zins

s Entgält, wo dr Schuldner em Glöibiger zaalt, für dass dä em vorübergehend Kapital überloot.

Zins (lat. census ‚Vermöögensschetzig‘) isch s Entgält, wo dr Schuldner em Glöibiger zaalt, für dass er em vorübergehend Kapital überloot.

«Über e Wuecher», e Holzschnitt vom Albrächt Dürer us em Sebastian Brant sim Narreschiff.

Die rächtligi Grundlaag doodrzue si Gsetz oder Verdrääg. D Hööchi vo Zinse, wo verdraaglig veriibart si, wird in ere Määrtwirtschaft grundsetzlig noch em Brinzip vo Aagebot und Noochfroog bestimmt. D Hööchi vo gsetzlig bestimmte Zinse cha vom Gsetzgäber festgläit wärde.

Begriff

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S Wort Zins stoot emol für e Zinssatz, wo in Brozänt pro Zitintervall aagee wird, z. B. 5 Brozänt bro Joor. Doodrvo mues mä dr Zinsbetraag underschäide, also dr konkreet Gäldbetraag, wo bi Kreditzins us dr Hööchi vom verdleente Kapital und em veriibarte Zinssatz berächnet wird. Zinseszins isch dr Zins uf e Zins, wo zum Kapital drzue chunnt. Mathematisch wird in däm Zämmehang zwüsche dr äifache oder lineare Verzinsig und dr exponenzielle Verzinsig (Zinseszins) underschiide.

Nominalzins isch dr Zinssatz, wo für e Kredit veriibart oder zaalt wird, Realzins dr Zinssatz noch em Abzug vo dr Inflazioonsroote. Es cha vorchoo, ass dr Nominalzins negativ isch. Dr Realzins cha au bim ene positive Nominalzins negativ si, wenn d Inflazioonsroote hööcher isch als dr Nominalzins. Dr Effektivzins isch dr Zinssatz, wo mä überchunnt, wemm mä dr Nominalzins und witeri Faktore, wo dr Briis bestimme wie z. B. Gebüüre, iibeziet.

As Zinsstruktur bezäichnet mä d Abhängigkäit vom Zinssatz vo dr Duur von ere Gäldaalaag.

Litratuur

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  • Karl-Heinz Brodbeck: Interest will not lie - Zur impliziten Ethik der Zinstheorie. In: praxis perspektiven. Band 6. BWT, Würzburg 2003, S. 65–76 (als PDF [abgerufen am 4. September 2015]).
  • Otmar Issing: Einführung in die Geldtheorie. 15. Auflage. Vahlen, Münche 2011, ISBN 978-3-8006-3810-9.
  • Margrit Kennedy: Geld ohne Zins und Inflation. 8. Auflage. Goldmann, Münche 2006, ISBN 978-3-442-12341-4..
  • John Maynard Keynes: The General Theory of Employment, Interest and Money. Macmillan, London 1936, ISBN 978-3-428-07985-8 (englisch: The General Theory of Employment, Interest and Money. Übersetzt von Fritz Waeger).
    • John Maynard Keynes: Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes. 11. Auflage. Duncker & Humblot, Münche, Leipzig 1936, ISBN 978-3-428-12912-6 (englisch: The General Theory of Employment, Interest and Money. Übersetzt von Fritz Waeger).
  • Friedrich A. Lutz: Zinstheorie. 2. Uflaag: Siebeck, Tübinge 1967. Polygraphischer Verlag, Züri 1956.
  • Ludwig von Mises: Nationalökonomie: Theorie des Handelns und Wirtschaftens. Union, Gämf 1940, ISBN 978-3-942239-00-4.
  • Rolf Sprandel, Dieter Hägermann, Brigitte Kasten: Zins. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 9, LexMA-Verlag, Münche 1998, ISBN 3-89659-909-7, Sp. 622–625.

Weblingg

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  • Peter Müller: Ein paar Prozent Streit - Er wurde gehasst und geliebt, erlaubt und verboten: Eine kleine Geschichte des Zinses. Hrsg.: Die Zeit. 2003 (Online [abgerufen am 4. September 2015]).
  Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Zins“ vu de dütsche Wikipedia. E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde.
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