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Ds Genus (im Plural Genera) isch e grammatischi Kategory, wo Wörter bestimmte Klasse zueordnet, wo em natürleche Gschlächt entspräche. Einersyts chöi Wörter es inhärents Genus ha, anderersyts chöi Wörter nach em Genus dekliniere.

Genus im AlemannischeBearbeite

Glych wi im Standarddütsche het jedes Subschtantiv im Alemannische nes inhärents Genus, u zwar entweder Maskulinum (Byspil: der Maa), Femininum (Byspil: d Frou) oder Neutrum (Byspil: ds Chind).

Adjektive sy die Wörter, wo nid es eigets inhärents Genus hei, aber Genusdeklination ufwyse. Daderby übernäme si ds Genus vo irem Bezugswort über grammatischi Kongruänz (Byspil: e schöne Maa, e schöni Frou, es schöns Chind).

Interessanterwiis git's in menke Gegende vum Alemannische kei Kongruenz bim Personalpronome: Fer Fraue wird 'äs' - also s'Neutrum - verwendet.

Genus bi ZahlwörterBearbeite

Im Unterschid zum modärne Standarddütsch isch i vilnen alemannische Dialäkte, bsunders i abglägnigere Gägende, d Genusdeklination o bi de Zahlwörter zwöi u drü erhalte bblibe:

  • Uf Züridütsch tuet me d`Zahl zwei dekliniere, und zwar eso:
    Zwe Manne, zwo Fraue und zwei Mäitli. Also: zwe isch männlich (Maskulinum), zwo isch wyblich (Femininum) und zwei isch sächlich (Neutrum).
    Die iheimische alte Lüt vom Ort Meile zum Byschpil tüend d`Zahl zwei au no dekliniere, die junge Lüt aber käned d'Deklination vo de Zahl zwei nüme.
  • Im Bärndütsche wärde d Zahle zwöi u drü böigt bzw. dekliniert:
    Ds zwöi wird im männleche Geenus zwe, im wybleche zwo u im sächleche zwöi. Es heisst auso "zwe Here", "zwo Froue", "zwöi Ching". Ds drü wird männlech u wyblech zu drei u sächlech zu drü, auso "drei Here", "drei Froue", "drü Ching".
  • Im Oberrhiinalemannische wird in dr Kaiserstuehlgegend un villicht driber nüs in e Deil Ortschafte vu eltere Lit d Zahl 'zwei' dekliniärt:
    zwee Männer (oder sältener Manne, Mannsvelker), zwoo Fraüe (oder Fraue), zwei Kinder. 'Alli beide' heißt do im eltere Dialäkt: alli beed, alli bood, alli beid.

Im Schwizer Militär gilt d`Regle, dass mer immer zwo seit. Und so seit me zum Bischpil: "Zwo Autos chömed jetzt de Berg uf zfahre".

In andere Sproche:

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