Ernest Beyer

en elsässer Dialäktoloog

Dr Ernest Beyer, wo vom 6. Februar 1919 bis am 24. Oktober 1970 gläbt het, isch en elsässische Sproochforscher un Dialäktoloog gsi.

dr Elsässer MundartforscherBearbeite

Dr Beyer isch dää gsi, wo im Elsass oder gnöier: a dr Uni Strassburg d Dialäktology als Forschigsgebiet so richtig etabliert het. Wo tank em Germanischt Jean Fourquet (1899–2001) und em Romanischt Georges Straka (1910–1993) noch em Zwoote Wältchrieg s Projäkt vom ene Elsässische Sproochatlas agfange het, isch dr Ernest Beyer als e Schüeler vom Fourquet grad so wyt gsi, ass men iin drfüür als wüsseschaftliche Mitarbeiter het chönne astelle. S elsässische Chartewäärch het uf d Hilf vom Zürcher Mundartforscher Rudolf Hotzenköcherle (1903–1976), wo anne 1935 eine vo de Begründer vom Düütschschwiizer Sproochatlas gsi isch, chönne zelle. Dr Beyer het vo 1953 bis 1965 i de französische Departemänt Oberrhy und Underrhy i mee weder zwöihundert Gmäinde d Sproochufnaame für s Chartewäärch gmacht.

Sit 1959 het’s a dr Uni Strassburg d Profässuur für elsässischi und düütschi Dialäktology ggää, wo dr Beyer dänn 1964 druuf berueffe worden isch. Er het am Sproochatlas wytergschaffet und drzue au suscht d Elsässer Dialäkt und dr Sproochkontakt mit em Französisch und mit de alemannische Mundarten i de Nochberregioone aglueget. Im Joor 1969 het er z Stroossburg die dritten Arbeitstääg vo dr alemannische Dialäktology organisiert.

Von es paar vom Beyer syne Schüeler git’s Dokterarbete zu dr elsässische Dialäktology. Wo dr Sproochforscher 1970 mit Einefüfzgi plötzlich gstorben isch, het dr Raymond Matzen, wo bi iim Assischtänt gsi isch, dr Underricht für elsässischi Dialäktology wytergfüert.

Dr Strossburger Leerschtuel für Dialäktology isch gly drufabe für nes anders Sproochfach bruucht worde. Wo d Mundartforscherin Marthe Philipp 1972 Profässoorin z Stroosburg worden isch, het si en andere Ufgabeberych übercho; si het aber anne 1979 doch äntlech mit dr Arbet am Elsässische Sproochatlas, wo sid em Beyer sym Tod underbroche gsi isch, chönne wyter mache. Eerscht 1996 het s übrigens z Stroosburg wider e Profässuur für Dialäktology ggää.

WäärchBearbeite

  • Deux entreprises, un même esprit. l’Atlas linguistique de la Suisse alémanique et celui de l’Alsace. In: L’Alsace et la Suisse à travers les siècles. Strassburg, Paris 1952, S. 429–463.
  • L' Alsacien d'hier et d’aujourd'hui. Coup d'œil sur les derniers développements dans nos dialectes. Strassburg 1953.
  • A la limite des dialectes alsaciens. In: Société Savante d’Alsace et des Régions de l'Est, 1957, S. 336–383.
  • Le questionnaire de l’Atlas linguistique de l’Alsace. In: Bulletin de la Faculté des Lettres de Strasbourg, 1957, S. 340–355.
  • Champs, assolements et labours en dialecte alsacien. Strassburg 1959.
  • zäme mit em Ludwig Erich Schmitt (Hrsg.): Exkursion zur Erforschung der Sprachverhältnisse in Elsass und Lothringen des Forschungsinstituts für deutsche Sprache, deutscher Sprachatlas, Philipps-Universität Marburg, Lahn 3.–14. Oktober 1960. Referatauszüge und Fahrtberichte. Strassburg 1960.
  • Aspects linguistiques de la littérature alsacienne. Strassburg 1962.
  • La Flexion du groupe nominal en alsacien. étude descriptive et historique. Strassburg 1963.
  • La Palatalisation vocalique spontanée de l’alsacien et du badois. Sa position dans l'évolution dialectale du germanique continental. Strassburg 1964.
  • Réalisations et projets de la recherche dialectale alsacienne. Löwen 1965.
  • Atlas linguistique et ethnographique de l’Alsace. In: Zeitschrift für Mundartforschung, 32, 1965, S. 115–118.
  • Traité de prononciation allemand. Strassburg 1966.
  • zäme mit em Raymond Matzen: Atlas linguistique et ethnographique de l’Alsace. Volume I: Paris 1969.
  • Structuralisme et dialectologie moderne : point de vue d'un dialectologue. In: Actes du Xe congrès international des linguistes, Bucarest, 28 août – 2 septembre 1967, 2. Bukarest 1970, S. 5–14.
  • zäme mit em Raymond Matzen: Caractéristiques des parlers alsaciens. Strassburg 1970.

LiteraturBearbeite

  • Raymond Matzen: En souvenir d’Ernest Beyer : professeur à l’Université de Strasbourg, directeur de l’Institut de dialectologie alsacienne de la Faculté des lettres et sciences humaines (6.2.1919 – 24.10.1970). Strassburg 1970.
  • Raymond Matzen: Ernest Beyer – Begründer der modernen elsässischen Mundartforschung (1919–1970). In: Hansjakob-Jahrbuch, 6, 1978, S. 94–95.
  • En souvenir d’Ernest Beyer, 1919–1970. In: Bulletin de la Société Académique du Bas-Rhin. Strasbourg 1971.
  • Elsässische Zweisprachigkeit – Erlebnis und Berufung. In: Hansjakob-Jahrbuch, 6, 1978, S. 96–108.
  • Dominique Huck: Vorwort. In: Dialekte im Kontakt. 17. Arbeitstagung für alemannische Dialektologie in Straßburg vom 26.–28.10.2011. Stuttgart 2014, S. 1–11.

FuessnooteBearbeite