Ida (Hinduismus)

D Ida (Sanskrit: इडा, Iḍā f. „Laabtrank“) oder Ila (इळा, Iļā f.) isch e hinduistischi Gstaalt gsii wo meereri Mool s Gschlecht gwechslet und hett und as Maa entweder Ida (इड, Iḍa) oder Sudyumna (सुद्युम्न m. Sudyumna) ghaisse hett.

RigvedaBearbeite

Im Rigveda isch d Ida d Personifizierig vom Milch- und Butteropfer gsii, wo i de Apri-Hymne zäme mit de Sarasvati und mit de Mahi oder Bharati e Trias bildet hett.

RamayanaBearbeite

Im indische Epos Ramayana isch de Ida de Soo vom König Kardama. Woner in Hain choo isch, wo de Gott Shiva meditiert hett, isch de Ida ine Frau verwandlet wore. Die hett den de Budha ghüroote, de Gott vom Planeet Merkur, und isch denn d Muetter vom Pururavas wore. Nochdem e Rossopfer uusgfüert woren isch, isch si woder zomene Maa wore.

PuranasBearbeite

I de Puranas degege isch d Ida d Töchter vom Manu Vaivasvata. No vor de Gibuurt, hett dee a de Götter Mitra und Varuna gopferet, mit de Bitt, as er e Soo öberchöm. Doch de Priester hett d Sach nöd recht gmacht und dromm isch e Maitili uf d Welt choo. Aber de Mitra und d de Varuna hend Verbärmst mit em Manu ghaa und d Ida ine Maa verwandlet, wo denn de Name Sudyumna agnoo hett. De Shiva aber hett de wider zrugg ine Frau verwandlet und si hett denn de Budha ghüroote. Nochdem si de Pururavas uf d Welt broocht ghaa hett, het de Vishnu si wider in Maa Sudyumna verwandlet. De hett den drai Söö zügt.

LiteratuurBearbeite

  • George Mason Williams: Ida: A goddess. Ila: Daughter of Vaivasvata-Manu and Sraddha. In: Handbook of Hindu Mythology. ABC-CLIO, Santa Barbara 2003, ISBN 1-57607-106-5, S. 155–156 (englisch; Seitenansichten uf books.google.de).
  • Devdutt Pattanaik: The Man Who Was a Woman and Other Queer Tales from Hindu Lore (= Haworth gay & lesbian studies). Harrington Park Press, Routledge 2002, ISBN 1-56023-180-7, S. 41–48 (englisch; Ila als „schwangerer König“; Voransichten in der Google-Buchsuche).
  • Wendy Doniger: Transformation of Subjectivity and Memory in the Mahabharata and the Ramayana. In: David Shulman, Guy S. Stroumsa (Hrsg.): Self and Self-Transformations in the History of Religions. Oxford University Press, New York u. a. 2002, ISBN 0-19-514450-3, S. 57–72 (englisch; Ilas Wandlung vom Mann zur Frau; Seitenansichten uf books.google.de).
  • J. C. Heesterman: The Broken World of Sacrifice. An Essay in Ancient Indian Ritual. University of Chicago Press, Chicago 1993, ISBN 0-226-32301-3 (englisch; Ida als Göttin der Opferspeise wird durch die Kuh repräsentiert; Leseproben in der Google-Buchsuche).
  • Ida, RV auch Ila („Labetrank“). In: Hans Wilhelm Haussig (Hrsg.): Götter und Mythen des indischen Subkontinents (= Wörterbuch der Mythologie. Abteilung 1: Die alten Kulturvölker. Band 5). Klett-Cotta, Stuttgart 1984, ISBN 3-12-909850-X, S. 85–86 (Seitenansichten uf books.google.de).
  • Wendy Doniger O’Flaherty: Women, Androgynes, and Other Mythical Beasts. University of Chicago Press, Chicago 1980, ISBN 0-226-61849-8, S. 303–306 (englisch; Hintergründe zu Ilas Geschlechtswandlungen; Seitenansichten uf books.google.de).
  • Ida. In: John Dowson: A classical dictionary of Hindu mythology and religion, geography, history, and literature. Trübner & co., London 1879, S. 122–123.