Johannes Merz

en Schwizer Modällstächer und Mundartschriftsteller

Dr Johannes Merz (* 25. Oktober 1776 z Herisau; † 16. Februar 1840 au dört) isch e Schwiizer Mundartschriftsteller gsi.

s Läbe und s Schaffe

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Dr Merz isch als Soon vom Herisauer Fabrikant und Apezäller Rootsheer Daniel Merz und vo dr Anna Barbara Zuberbühler uf d Wält cho. Er het dr Pruef vom Modelstächer gleert.

Wie-n er sälber schrybt, het dr Johannes Merz noch em Vorbild vom erschte grosse alemannische Dichter, em Johann Peter Hebel, agfange Mundartgedicht i synere Mundart z schrybe. Er gilt als dää, wo z’eerscht Gedicht i dr Sprooch vom Apezällerland, i dr Art vom Herisauer Tieläkt, ufgsetzt het.

Anne 1827 isch sis Lyrikbuech Das poetischen Appenzellers sämmtliche Gedichte in seiner Landessprache mit zwänzg Gedicht bim Sanggaller Truker Johann Caspar Müller usecho. Dr Merz nänt i däm Buech dr Hebel als sis Vorbild, und er beduuret ass dem sini Dichtkunscht unerreichbar sig. Die Gedicht vom Herisauer sind wytume bekant worde, und so het dr Verleger das Büechli scho gly nöi useggä. Im Poetischen Apezäller vo anne 1828 und 1836 sind scho meh als vierzg Gedicht vom Merz. Anne 1830 het dr Germanischt Joseph von Lassberg em Jacob Grimm gschrybe: «Ich sende Inen einige Beiträge zur teutschen Dialectyologie […] Die Appenzeller Gedichte vom Xylographen März in Herisau sind eine der glücklichsten Nachamungen der dortigen Volkssprache.»[1]

Wärch

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  • Das poetischen Appenzellers sämmtliche Gedichte in seiner Landessprache, 1827
  • e Lischte vo de Hüüser vo Herisau, 1822
  • es Ortslexikon vom Apezällerland, 1829

Literatur

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Fuessnoote

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  1. Stefan Sonderegger: Der Appenzeller Dialekt in Geschichte und Gegenwart. In: Appenzeller Jahrbuch 1986, S. 15.