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Lääbe un WäärchBearbeite

Dr Lukas Bärfuss het no nyyn Johr d Primarschuel verloo un het unter anderem as Dubakbuur, Yyseleeger un Gärtner gschafft.[1] Speter het er in ere kollektiv gfierte Buechhandlig gschafft, wun er derdur dr Wääg zum Schryybe gfunde het. Syter 1997 isch er freie Schriftsteller. Dernääbe het er e Lehrufdrag am Schwyzerische Literaturinschtitut z Biel un isch vu 2009 bis 2013 Dramaturg am Zürcher Schauspiilhuus gsii.

Dr Bärfuss isch Mitgrinder vu dr Chinschtlergruppe «400asa» gsii. Fir die het er e baar Bihnewäärch gschriibe, zem Byschpel s ironisch «Groteske» gnännt Meienbergs Tod iber dr Schurnalischt Niklaus Meienberg un dr hyychlerisch Kulturbedriib, wu mer en er anne 2001 derfir chänneglehrt het.[2] Bsundere Erfolg het er mit em Stuck Die sexuellen Neurosen unserer Eltern ghaa, gschriibe fir s Theater Basel, wu bis 2005 in zwelf Sprooche ibersetzt wooren isch.[3] 2009 het sy Drama Öl iber d Abhängigkat vum wiichtigschte Raustoff vum Induschtryzytalter am Dytsche Theater Berlin Premiere ghaa. Anne 2010 isch sy Theaterstuck Malaga, inszeniert vu dr Barbara Frey, am Schauspiilhuus Züri urufgfiert woore.[4] Sy Stuck Zwanzigtausend Seiten isch in ere Inszenierig vum Lars-Ole Walburg am 2. Februar 2012 im «Schiffbau/Box» vum Schauspiilhuus Züri urufgfiert woore.[5]

Sy eerscht Buech, d Novelle Die toten Männer, isch anne 2002 in dr edition suhrkamp uusechuu. 2008 isch sy Romaan Hundert Tage erschiine, wu s din um dr Velkermord z Ruanda un dr Roll vu dr Entwickligshilf goot.[6][7] Im Roman Koala vu 2014 bscheftigt si dr Bärfuss mit em Suizid vu sym Brueder. Däm sy Spitzname (Koala) losst dr Bärfuss die Ussenandersetzig mit dr Kolonialgschiicht vu Auschtralie verchnipfe.[8] Im Septämber 2014 isch dr Bärfuss Spezialgascht vum Internationale Literaturfeschtival Berlin mit e baar Voordreeg gsii.[9] Anne 2015 het en di Dytsch Akademy fir Sprooch un Diichtig zum Mitgliid gwehlt.[10] Im Summersemeschter 2015 het er e Raie vu Poetik-Voorlääsige an dr Universiteet Bamberg ghalte.[11]

Im Oktober 2015 het dr Bärfuss in dr Schwyz e kontroversi Diskussion uusgleest, wun er en Essay zum Thema Die Schweiz ist des Wahnsinns in dr FAZ vereffetligt het. In däm Täxt schilderet er sy Siicht uf di bolitische, kulturälle un wiirtschaftlige Entwicklige in sy Haimetland.[12]

Är gheert zue dr Unterstitzer vu dr Charta vu dr Digitale Grundräächt vu dr Europäische Union, wu Ändi Novämber 2016 vereffetligt wooren isch.

Anne 2017 isch dr Bärfuss mit sym Romaan Hagard uf dr Shortlist vum Bryys vu dr Leipziger Buechmäss gstande.

Anne 2019 isch dr Bärfuss fir syni bishär erschiinene Drame, Romaään un Essay mit em renommiert Georg-Büchner-Bryys uuszaichnet woore. Di Dytsch Akademy fir Sprooch un Diichtig het sy Wäärch unter anderem as „hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum“ durzooge briise, wu „stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens“ erkunde diei.[13]

Dr Bärfuss läbt z Züri. Är isch ghyroote un het e Doochter un e Suhn.[14]

WäärchBearbeite

ProsaBearbeite

TheaterstuckBearbeite

  • Sophokles’ Ödipus. Uruffierig: Züri, Escher-Wyss-Unterfierig, 27. Augschte 1998. Regie: Samuel Schwarz.
  • Siebzehn Uhr Siebzehn. Uruffierig: Schauspiel Akademie Theater, Züri, 12. Jänner 2000. Regie: Samuel Schwarz.
  • 74 Sekunden. Monolog. Uruffierig: Züri, im Blauen Saal, 8. Merz 2000. Regie: Lukas Schmocker.
  • Vier Frauen. Singspiel. Uruffierig: Schlachthaus Theater Bärn, 25. Mai 2000. Regie: Samuel Schwarz.
  • Die Reise von Klaus und Edith durch den Schacht zum Mittelpunkt der Erde. Auftragswerk für das Schauspielhaus Bochum. Uruffierig: Schauspielhaus Bochum, 12. Jänner 2001. Regie: Samuel Schwarz.
  • Meienbergs Tod. Groteske. Ufdraagswäärch fir s Theater Basel. Uraufführung: Theater Basel, 20. April 2001. Regie: Samuel Schwarz.
  • Vier Bilder der Liebe. Uruffierig: Schauspielhaus Bochum, Kammerspiele, 28. Septämber 2002. Regie: Karin Henkel.
  • Die sexuellen Neurosen unserer Eltern. Uruffierig: Theater Basel, 13. Februar 2003. Regie: Barbara Frey. – verfilmt 2015 unter dem Titel Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern von Stina Werenfels
  • Der Bus (Das Zeug einer Heiligen). Uruffierig: Thalia Theater Hamburg, 29. Jänner 2005. Regie: Stephan Kimmig.
    • In Druckform: Meienbergs Tod – Die sexuellen Neurosen unserer Eltern – Der Bus. Stücke. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-904-X
  • Alices Reise in die Schweiz. Uruffierig: Theater Basel, 4. Merz 2005. Regie: Stephan Müller.
  • Die Probe (Der brave Simon Korach). Uruffierig: Münchner Kammerspiele, 2. Februar 2007. Regie: Lars-Ole Walburg.
  • Amygdala. Auftragswerk des Thalia Theaters Hamburg. Uruffierig: Thalia Theater Hamburg, 9. Mai 2009.<
    • In Druckform: Alices Reise in die Schweiz – Die Probe – Amygdala. Stücke. Wallstein, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0164-1
  • Öl. Uruffierig: Deutsches Theater Berlin, 18. Septämber 2009. Regie: Stephan Kimmig.
  • Malaga. Uruffierig: Schauspiilhuus Züri, 9. Mai 2010. Regie: Barbara Frey.
  • Parzival. Nach Wolfram von Eschenbach. Uruffierig: Schauspiel Hannover, 16. Jänner 2010. Regie: Lars-Ole Walburg.
  • Zwanzigtausend Seiten. Uruffierig: Schauspiilhuus Züri, 2. Februar 2012. Regie: Lars-Ole Walburg.
    • In Druckform: Malaga – Parzival – Zwanzigtausend Seiten. Stücke. Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-1100-8
  • Die schwarze Halle. Uruffierig: Im Rahmen von Arm und Reich. Schlaglichter auf die Ungleichheit zäme mit Nabokovs Tintenklecks vum Michail Schischkin un Rechne vum Händl Klaus, Schauspiilhuus Züri, 4. Mai 2013. Regie: Barbara Frey.
  • Frau Schmitz. Uruffierig: Schauspiilhuus Züri, 22. Oktober 2016. Regie: Barbara Frey.
  • Der Elefantengeist. Uruffierig: Nationaltheater Mannheim, 29. Septämber 2018. Regie: Sandra Strunz

HeerspiilBearbeite

  • Jemand schreit in unseren Rosen, Produktion SRF 2004, Länge: 38’50, Bearbeitung und Regie: Erik Altorfer, Komposition: Martin Schütz, mit André Jung, Karin Neuhäuser, Sebastian Rudolph und Bettina Stucky.

UuszaichnigeBearbeite

  • 2001: Kulturfeerderbryys vu dr Stadt Thun
  • 2003: Naochwuchsautor vum Johr vu dr Zytschrift Theater heute fir Die sexuellen Neurosen unserer Eltern
  • 2004: 2. Heerspiilbryys vu dr Stiftig Radio Basel fir Jemand schreit in unseren Rosen
  • 2005: Mülheimer Dramatikerbryys für Der Bus
  • 2005: Gerrit-Engelke-Bryys
  • 2007: Spycher: Literaturpreis Leuk
  • 2008: Mara-Cassens-Bryys fir Hundert Tage
  • 2008: Anna Seghers-Bryys (zäme mit dr Alejandra Costamagna)
  • 2009: Schillerbryys vu dr Schwyzerische Schillerstiftig fir Hundert Tage
  • 2009: Erich-Maria-Remarque-Friidesbryys (Sunderbryys) fir Hundert Tage
  • 2010: Hans-Fallada-Bryys der Stadt Neumünster
  • 2011: Kulturpreis Bärner Oberland
  • 2013: Berliner Literaturbryys verbunde mit dr Heiner Müller-Gaschtbrofässur am Peter-Szondi-Inschtitut vu dr FU Berlin
  • 2014: Soledurner Literaturbryys
  • 2014: Longlist bim Dytsche Buechbryys mit Koala
  • 2014: Schwyzer Buechbryys fir Koala
  • 2015: Nicolas-Born-Bryys
  • 2016: Johann-Peter-Hebel-Bryys
  • 2018: Bryys vu dr LiteraTour Nord „für sein bisheriges Werk und seinen jüngsten Roman Hagard
  • 2019: Georg-Büchner-Bryys

LiteraturBearbeite

  • Reto Caluori: Lukas Bärfuss. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 1. Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 119 f.
  • Ingo Schulze: Nach der Flut. Laudatio zur Verleihung des Anna-Seghers-Preises an Lukas Bärfuss. In: Sinn und Form, S. 413–419.
  • Dagmar Borrmann: Rot im Frühwarnsystem. In: Stück-Werk 5. Deutschsprachige Dramatik. Hrsg. von Barbara Engelhardt und Andrea Zagorski. Berlin, Verlag Theater der Zeit. ISBN 978-3-940737-07-6
  • Lukas Bärfuss im Munzinger-Archiv (Artikelaafang frei abruefbar)

WeblinkBearbeite

FueßnoteBearbeite

  1. SonntagsZeitung: Sonntagsgespräch, 22. Jänner 2012
  2. «Die Leiche ist nicht tot», «Meienbergs Tod» in Basel uraufgeführt, Rezension vu Alfred Schlienger in dr NZZ vum 23. April 2001
  3. Neue Zürcher Zeitung: Lukas Bärfuss: Erfahrungen haltbar machen
  4. Tages-Anzeiger: Mutter vergnügt sich, Vater arbeitet, Kind verunglückt
  5. Leiden eines Gedächtniskünstlers in: FAZ vum 4. Februar 2012, Syte 35
  6. Tages-Anzeiger: Die Schweiz schwimmt in den Blutbädern, die andere anrichten (Memento vom 4. Mai 2008 im Internet Archive), 11. März 2008
  7. Deutschlandradio Kultur: Am Ende eine Art Täter, 6. Juni 2008
  8. Perlentaucher: Lukas Bärfuss: Koala, 6. Juni 2014
  9. ILB- Teilnehmer Autoren 2014 / Lukas Bärfuss
  10. Pressemitteilung: Neue Mitglieder der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, 16. Juni 2015
  11. Websyte vum Lehrstuel fir Neieri dytschi Literaturwisseschaft (Memento vom 29. Septämber 2015 im Internet Archive) an dr Universiteet Bamberg
  12. Lukas Bärfuss: Die Schweiz ist des Wahnsinns. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vum 15. Oktober 2015.
  13. Lukas Bärfuss erhält den Georg-Büchner-Preis 2019. In: deutscheakademie.de, 9. Juli 2019.
  14. Das Leben als Treibjagd: Sternstunde Philosophie. 5. Mai 2014 (youtube.com [abgerufen am 13. Juli 2018]).
  Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vu dere Version vum Artikel „Lukas_Bärfuss“ vu de dütsche Wikipedia.

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