De Alfred Fankhuser (* 4. Novämber 1890 in Gyseschtei by Konolfinge; † 22. Februar 1973 in Chöniz) isch en Schwyzer Schriftschteller, Mundartdichter, Schurnalischt und Aschtrolog gsy.

De Alfred Fankhuser isch als eltischts vo sächs Chind in en armi Aemmitaler Familie gebore worde. Syn Vater hed als sogenannte „Chüier“ und meischtens als Lohnchäser gschaffed. Wäg syne vilne befrischteten Anschtellige hed d Familie hüüfig müesse zügle.

1906 isch är is (dazmal pietistische) Evangelische Lehrerseminar Muristalden z Bärn yträte. Vo 1910 aa hed är als Primarlehrer gschaffed. Ab 1915 hed är a de Uni Bärn gschtudiert, zersch fürs Seklehrerdiplom (1917), denn mit de Fächer Gschicht und Psychologie bis zum Dr. phil. (1920). Syni Dissertation hed är über de Bärner Schurnalischt Johann Georg Albrächt Höpfner gschribe.

Z Bärn hed är Kontakte zu de Sozialischte gha. Er hed als Schurnalischt aagfange schaffe, under anderem für di sozialistischi "Bärner Tagwacht". Glychzytig, vom Simon Gfeller aagregt, hed är sich intensiv mit de Bärner Mundartliteratur und bsunders mit em Mundarttheater beschäftiged. Schpöter hed är für d "Büechergilde Guetebärg" Uebersetzige vo änglische Romän gmacht.

1924, bi mene Ufenthalt im Tessin, hed är de Maler Johann Robert Schürch (1895–1941) känneglehrt, won ihm de Anstoss gä hed, sich intensiv (und es Läbe lang) mit der Aschtrologie z beschäftige. Sys Verschtändnis vo Aschtrologie als e kosmisch-symbolischi Psychologie hed är i vier dazmal vielbeachtete Lehrbüecher wytergä.

De Alfred Fankhuser isch füüfmal ghürate gsy; er hed – us drüü Ehene – füüf Chind gha.

Nach 1949 hed är sich meh und meh de Malerei zugwänded. Bis zu sym Tod – s "Bärner Heimatschutz-Theater" isch grad zmitts i de Probe zur Wiederuffüerig vo sym erschte Mundart-Schtuck gsy – sind so rund 200 Bilder entschtande.

Schaffe

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Währed synere Lehrerseminarzyt hed de Fankhuser, vo sym Dütschlehrer Johann Howald gfördered, erschti Gedicht i Zytschrifte veröffetlichd. 1914 isch syni erscht Erzählig Rosenbaum (Aus Peter Buchers Tagebuch) in der "Bärner Wuche" erschyne. 1916 hed de Bänziger Verlag syni Erzählig Das Urlaubsgesuch in syni Reihe "Brachzeit-Bücher" uufgno. Anfangs März 1917 isch sys erschte Dialektschtuck Dr Chrützwäg im Bärner Heimatschutz-Theater uruufgfüert worde; 1919 isch syn erschte Roman, Peter der Tor, usecho.

Büecher

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  • Das Urlaubsgesuch. Erzählung vom Schweizer Grenzwachtdienst, Einsiedeln: Benziger, 1916
  • Peter der Tor und seine Liebe, München: Delphin-Verlag, 1919
  • Der Gotteskranke. Roman, München: Delphin-Verlag, 1921 (2. A. unter dem Titel „Dämon des Herzens“ Wien: Amonesta um 1930)
  • Vorfrühling. Roman, Zürich: Grethlein & Co., 1923 (2. A. Zürich: Büchergilde Gutenberg, 1951)
  • Tobias Moor. Satire, Bern: Seldwyla, 1922
  • Madonna. Drei Legenden, Bern: Mimosa, o. J. (1922)
  • Von den Werten des Lebens. Essays, Bern: Mimosa, o. J. (1922)
  • Die Brüder der Flamme, Zürich: Grethlein & Co., 1925 (2. A. Zürich: Ex Libris, 1983; 3. A. Frankfurt: Suhrkamp, 1990)
  • Iwan Petrowitsch. Erzählungen aus den Tagen russischer Not, Berlin: Vaterländische Verlags- und Kunstanstalt, 1926
  • Die Hand der Mutter. Novelle, Basel: Gute Schriften, 1926
  • Engel und Dämonen, Berlin: Eckart-Verlag, 1926
  • Der Herr der inneren Ringe, Berlin: Eckart, 1929
  • Eine Mutter sucht ihren Sohn. Erzählung, Zürich: SJV, 1932
  • Der Messias. Roman, Zürich: Büchergilde Gutenberg, 1940
  • Von Frühling zu Frühling, Zürich: Schweizer Druck- und Verlagshaus, 1944
  • Wahlenwart, Zürich: Büchergilde Gutenberg, 1944
  • Denn sie werden das Erdreich besitzen, Zürich: Büchergilde Gutenberg, 1947
  • Die Allmend, Zürich: Büchergilde Gutenberg, 1952
  • Tag und Nacht. Gedichte, Bern: Mimosa Verlag, o. J. (1924)
  • Lied und Gleichnis. Gedichte, Bern: Francke, 1948

Theater

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  • Der Chrützwäg, 1917 (Neubearbeitung Elgg: Volksverlag, 1953)
  • Der König dieser Welt, Bern: Mimosa, o. J. (1925)
  • Völkerfreiheit. Festspiel, 1930
  • Der neue Michael Kohlhaas, 1935
  • Grauholz und Neuenegg. Dramatische Szene, 1940
  • E Schatte fallt, es Liecht geit uf, 1946
  • Vo wyt här, 1949
  • Gsuecht wird: e Maa, Ein heiteres Spiel mit ernstem Grund, 1952
  • Wär isch der Sünder?, 1954
  • Gottesgab, 1954
  • Salomo vo Blindebach, 1956

Astrologie

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  • Astrologie als kosmische Psychologie, Bern: Verlag Pestalozzi-Fellenberg-Haus, 1927
  • Das wahre Gesicht der Astrologie, Zürich: Orell Füssli, 1932 (2. A. 1943; 3. A. 1952; 4. A. 1980)
  • Magie. Versuch einer astrologischen Lebensdeutung, Zürich: Orell Füssli, 1934 (NA München: Diederichs, 1990)
  • Horoskopie, Zürich: Orell Füssli 1939 (2. A. 1946; 3. A. 1959; 4. A. 1985)

Literatur

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  • Nachwort und Aahang vom Charles Linsmayer in dr Neu-Uflag 1983 bzw. 1990 vo Die Brüder der Flamme (in dr Uusgab vo 1990: S. 245–296)
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