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S Frankeriich vo 481 bis 814

S Gebiet vor hütige Schwiz isch im Früehmittelalter territorial unter anderem im Karolingerriich iigliideret gsi, wie das au scho bim voherige Frankeriich vo de Merowinger der Fall gsi isch. Uus der damalige Zit isch urkundlich sehr wenig überliiferet, und es fallt dorum relativ schwär, sich es Bild über d Läbensumschtänd vo der damalige Bevölkerig z mache.

D Oschtschwiz isch in Bezug uf d Karolinger-Zit urkundlich no am beschte dokumentiert, was nitt nur mit de beide Sakralbaute Müstair und Mistail in Graubünde zämehangt, wo als UNESCO-Wältkulturerb deklariert worde si.

HerrschaftsformBearbeite

In ere einzelne Churer Urkund stoht, dass der dörtig Bischof Constantius vom Karl em Gross mit der wältleche Verwaltig (= Regierig) vo der Region Churrätie betraut worde isch. Dodermit hett der Karl e Strategii agwändet, wo n er für sis ganze Grossriich pflegt hett: Engeri Aabindig an siis Riich. Kontrolliert worde sind die kaiserliche Statthalter vo Zit zu Zit vo sog. Königsbote. Über feudali Verhältnis und Abhängigkeite vo der Buureschaft isch für die Zit im Schwizer Gebiet offebar nüt bekannt.

Überliiferet isch zuedäm en Rihwin, Graf im Thurgau, wo sinerzit au St. Galle derzue ghört hett. Der Rihwin isch im Todesjohr vom Karl, 814, bereits sechs Jahr im Amt gsi und nachhär au no bis 822. Bekannt isch färner en Ruadker, Graf im Zürigau, wo erscht churz nach em Tod vom Karl, ab 819, d Herrschaft usgüebt hett. D Gau-Bezeichnige si typisch gsi für d Karolinger-Herrschaft und si i der Folg - mit de bekannte Uusnahme i der Schwiz - wider verschwunde, zmeischt mitsamt de Territorie-Gränze, wo si umschribe hai.

Spure vom Karl em GrosseBearbeite

Obwohl s Herrschafts-Zentrum vom Kaiser in Aache, also relativ nah, glääge gsi isch und dr Regänt zimlich hüüfig i sim Riich umegreist isch, gitt s vo ihm in der Schwiz wenig Spure. Agäblich söll er sich mol z Genf uufghalte ha, meh isch nit bekannt.

S Chloschter St. GalleBearbeite

Vo sechs Jahr nach em Tod vom Karl, unter em Sohn Ludwig der Fromme im Jahr 820, schtammt en Bauplan zum Chloschter St. Galle. Er zeigt en recht grosse Lebensruum, wo d Mönche nit nur en recht grossi Nahrigs-Selbschtversorgig mit Vieh und Gmüesbau betriibe händ, sondern au handwerklichi Abteilige wie Küferei und Drechslerei ghaa händ.[1]

LiteraturBearbeite

Historisches Lexikon der Schweiz (druckti Fassig)

EinzelnachwiisBearbeite

  1. A. Bohnsack: Spinnen und Weben - Entwicklung von Technik und Arbeit