Johann Georg Schultheiß

Dr Johann Georg Schultheiß (* 1809; † 1872) isch e dytsche Unternämer, Autor un Freigaischt gsii.

LääbeBearbeite

Dr Schultheiß isch z Sanderge ufgwagse. Är het zerscht an dr Universitet Haidelberch drei Semeschter Theology studiert un derno z Minche Natur- un Staatswisseschaft. In syre Haimetstadt het dr Schultheiß as „ebige Studänt“ gulte.

Är het Kontakt ghaa zue wichtige liberale Chepf vu syre Zyt, wie em Karl von Rotteck oder em Lorenz Oken. In syre Minchner Zyt in dr 1830er Johr isch er wäge Majeschtetsbelaidigung in eme Gedicht vun em aagchlagt un zue sibe Monet Haft verurdailt wore (in dr Zyt vu dr domolige „Demagogeverfolgig“), het aber as Mench verchlaidet in d Schwyz uf Züri chenne flichte. Dert het er dr Louis Napoléon, dr speter franzesisch Chaiser Napoleon III., chänneglehrt. Anne 1852 isch er uf Paris gflichtet. Noch ere Amneschty isch dr Schultheiß wider uf Sanderge retuurchuu. Ab 1856 isch er Dailhaber vu d Emailfabrik gsii, wu sy Brueder grindet ghaa het. Us Frankrych het dr Schultheiß e nei Verfahre fir d Emaillierig vu Yyse mitbrocht ghaa, dodermit hän si Zifferbletter fir d Schwarzwälder Uhre chenne härstelle ohni s dyyr Chupfer.

Dr Schultheiß het z Sanderge dr Gwärbverain grindet un 1870 het er aagregt, fir d Kadolike in dr Stadt e kadolischi Chilche z böue. Derzue het er fir e Aaschluss vu syre Haimetstadt an d Schwarzwaldbahn kämpft.

Dr Johann Georg Schultheiß het Gedicht uf Alemannisch un Hochdytsch gschribe un au en Fierer zue dr Tribärger Wasserfäll. Iber sy Buech „Hebels Erben“ in alemannische Hexameter het dr Wolfgang Menzel 1831 kritisch gschribe:

„Das Leben Hebels ist edel gehalten, aber gerade dadurch verliert die ländliche Sprache wieder an Wahrheit. Jenes Gedicht ist zu wahr, dieses ist zu edel und es bleibt uns nichts übrig, als einzugestehen, daß es allerdings höchst schwierig ist, im Volksdialekt das Gemeine zu vermeiden, ohne in die Affektation der höheren Bildung zu fallen.“

Literatur-Blatt. Redigiert von Dr. Wolfgang Menzel. Nr. 131. 26. December 1831. S. 523

WärchBearbeite

  • Tanzschritt zwische Hansjörg un Christinli. Alemannische Gedichte. um 1830
  • Hebels Leben. Eine Idylle in des Schwarzwalds alemannischer Mundart. Groos, Heidelberg 1831
  • Widerhall der Hoffnungen und Wünsche für Großherzog Leopold. 1831
  • Das Pfingstfest am Rhein. 1831
  • Badens Abgeordneten. Gedichte. 1831
  • Führer zu dem Wasserfalle bei Tryberg und zu den Alpenansicht bietenden Urquellen der Donau, bei St. Georgen und Martinskappel. Förderer, Villingen 1867 (Nachdruck Verein für Heimatgeschichte, St. Georgen/Schwarzwald 1991)

WeblinkBearbeite