Trier

e chraisfreiji Stadt im Weste vom Land Rhiiland-Pfalz

Trier (luxeburgisch Tréier, franzöösisch Trèves, latiinisch Augusta Treverorum) isch e kräisfreiji Stadt im Weste vom Land Rhiiland-Pfalz. Si het öbbe 110'000 Iiwooner isch noch Mainz, Ludwigshafen am Rhein und Koblenz die viertgrössti Stadt.

Wappe Dütschlandcharte
Wappe vo dr Stadt Trier
Trier
Dütschlandcharte, Position vo dr Stadt Trier fürighobe
Koordinate: 49° 46′ N, 6° 39′ O
Basisdate
Bundesland: Rhiiland-Pfalz
Höchi: 136 m ü. NHN
Iiwohner:

110.674 (31. Dez. 2020)[1]

Poschtleitzahle: 54290, 54292, 54293, 54294, 54295, 54296
Vorwahl: 0651
Kfz-Chennzeiche:
Gmeischlüssel: 07 2 11 000
Stadtgliderig: 19 Ortsbezirk
Adress vo dr
Stadtverwaltig:
Am Augustinerhof
54290 Trier
Webpräsenz: www.trier.de
Oberbürgermäister: Wolfram Leibe (SPD)
D Laag vo dr Stadt Trier z Rheiland-Pfalz
Charte

Trier isch dr Sitz vo dr Uniwersidäät Trier und dr Hoochschuel Trier, dr Verwaltig vom Landkräis Trier-Saarburg, dr Verwaltig vo dr Verbandsgmäind Trier-Land, dr Ufsichts- und Dienstläistigsdiräkzioon (ADD, bis 1999 Bezirksregierig Trier), meerere Dienststelle vom Landesundersuechigsamt (LUA), ere Dienststell vom Landesamtes für Sozials, Juuged und Versorgig Rhiiland-Pfalz, vom röömisch-katholische Bistum Trier (s eltiste nördlig vo de Alpe) und vom evangelische Kiirchekräis Trier vo de Rhiinische Landeskiirche.

s UNESCO-WälterbBearbeite

D Stadt isch vor mee as 2000 Joor under em Naame Augusta Treverorum (ab dr zwäite Helfti vom 3. Joorhundert Treveris) gründet worde und nimmt dr Diddel vo dr eltiste Stadt vo Dütschland für sich in Aaspruch. Die röömische Baudänkmööler z Trier ghööre sit 1986 zum UNESCO-Wälterb. Doodrzue ghööre us dr Antike s Amphitheater, d Barbaratherme, d Kaisertherme, d Konstantinbasilika, d Porta Nigra und d Röömerbrugg, us em Middelalter dr romaanisch Doom, wo im Kärn no us dr spootröömische Zit stammt und die früegotischi Liebfrauechille.

GeografiiBearbeite

Trier lit in dr Middi vom middlere Mooseldaal mit em Hauptdäil am rächten Uufer vom Fluss. Abhäng mit Wald und Räbbärg stiige uufe zu de Hoochflechene vom Hunsrück im Südoste und dr Eifel im Nordweste. D Gränze zum Groossherzogdum Luxeburg (Wasserbillig) isch öbbe 15 km vo dr Stadtmiddi äwägg. Die neggste gröössere Stedt si Saarbrücke, öbbe 80 Kilometer südöstlig, Koblänz, öbbe 100 Kilometer nordöstli, und Luxeburg-Stadt, öbbe 50 Kilometer westlig vo Trier.

BevölkerigsentwiggligBearbeite

 
D Bevölkerigsentwigglig vo 1871 bis 2017

Am Aafang vom 4. Joorhundert isch Trier as Residänz vo de röömische Kaiser mit schetzigswiis 80'000 Iiwooner die grössti Stadt nördlig vo de Alpe gsi. Im Middelalter und bis zum Aafang co dr Nöizit isch d Iiwoonerzaal wäge de zaalriiche Chrieg, Süüche und Hungersnööt uf nume no 2'677 im Joor 1697 gsunke. Im 18. Joorhundert isch d Bevölkerig vo dr Stadt bis uf 8'829 im Joor 1801 gwaggse. Wo d Industrialisierig im 19. Joorhundert aagfange het, isch s Bevölkerigswaggsdum schnäller worde. Im Joor 1900 häi in dr Stadt mee as 43'000 Lüt gwoont. Bis 1939 het sich die Zaal uf über 88'000 verdobblet.[2]

Im Zwäite Wältchrieg het d Stadt öbbe 35 Brozänt vo iire Iiwooner (30'551 Persoone) verloore. Erst mit dr Iigmäindig vo meerere Ortschafte am 7. Juni 1969 het s wider gliich vil Iiwooner gee wie vor em Chrieg. 1974 isch Trier mit 100'000 iiwooner offiziell e Groossstadt worde. Am Ändi vo 2016 häi mee as 110'000 Lüt in dr Stadt gläbt.[3]

SeenswürdikäiteBearbeite

LiddratuurBearbeite

  • Jort Blazejewski, Stephan Laux, Nina Schweisthal (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Stadt Trier in der frühen Preußenzeit (1815–1850) (= Publikationen aus dem Stadtarchiv Trier, Bd. 4). Verlag für Geschichte und Kultur 2018, ISBN 978-3-945768-04-4 (941 Seiten).
  • Gabriele B. Clemens, Lukas Clemens: Geschichte der Stadt Trier. München 2007, ISBN 978-3-406-55618-0.
  • Lukas Clemens: Trier – Eine Weinstadt im Mittelalter. (= Trierer Historische Forschungen. Band 22). Trier 1993, ISBN 3-89890-018-5.
  • Elisabeth Dühr, Christl Lehnert Leven (Hrsg.): Unter der Trikolore, Trier in Frankreich – Napoleon in Trier (2 Bände). Trier 2004.
  • Jens Fachbach, Stefan Heinz, Georg Schelbert, Andreas Tacke (Hrsg.): Architekturführer Trier. Imhof, Petersberg 2015, ISBN 978-3-86568-728-9.
  • Marcello Ghetta: Spätantikes Heidentum. Trier und das Trevererland. Kliomedia, Trier 2008, ISBN 978-3-89890-119-2.
  • Joachim Gilles, Karl-Josef Gilles: Mit Straßenbahn und Obus unterwegs durch Trier 1935 bis 1970. Auf Schienen unterwegs. Sutton 2007, ISBN 978-3-86680-223-0.
  • Gottfried Kentenich: Die Geschichte der Stadt Trier von ihrer Gründung bis zur Gegenwart : Denkschrift zum hundertjährigen Jubiläum der Zugehörigkeit der Stadt zum preußischen Staat / hrsg. von Gottfried Kentenich. Lintz, Trier 1915.
  • Hermann Kickton: Die Urzeit des Trierer Landes. Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier, Trier 1925.
  • Michael Matheus: Trier am Ende des Mittelalters. Studien zur Wirtschafts-, Sozial- und Verfassungsgeschichte der Stadt Trier vom 14. bis 16. Jahrhundert (= Trierer historische Forschungen, 5; Dissertation 1981). Trier 1984.
  • Heinz Monz (Gesamtbearbeitung): Trierer Biographisches Lexikon. Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz 2000, ISBN 3-931014-49-5.
  • Heinrich Silbergleit: Preußens Städte. Denkschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808. Hrsg. im Auftrag des Vorstandes des Preußischen Städtetages. Berlin 1908.
  • Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.): Trier: Augustusstadt der Treverer. Stadt und Land in vor- und frührömischer Zeit. 2. Auflage. Von Zabern, Mainz 1984, ISBN 3-8053-0792-6.
  • Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.): Trier: Kaiserresidenz und Bischofsstadt. Die Stadt in spätantiker und frühchristlicher Zeit. 2. Auflage. Mainz 1984.
  • Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland. Band IV 3. Teilband aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser. Stuttgart 1964.
  • Universität Trier (Hrsg.): 2000 Jahre Trier. 3 Bände. Spee, Trier 1996–1997.
    • Heinz Heinen: Trier und das Trevererland in römischer Zeit. Spee, Trier 1985, ISBN 3-87760-065-4.
    • Hans Hubert Anton, Alfred Haverkamp (Hrsg.): Trier im Mittelalter. Spee, Trier 1996, ISBN 3-87760-066-2.
    • Kurt Düwell, Franz Irsigler (Hrsg.): Trier in der Neuzeit. Spee, Trier 1988, ISBN 3-87760-067-0.
  • Heinrich Volbert Sauerland: Trierer Geschichtsquellen des 11. Jahrhunderts. Trier 1889. Digitalisat
  • Edith M. Wightman: Roman Trier and the Treveri. Hart-Davis, London 1970.
  • Thomas Zuche (Hrsg.): StattFührer. Trier im Nationalsozialismus. 2. Auflage. Spee, Trier 1997, ISBN 3-87760-057-3.

WeblinggBearbeite

FuessnooteBearbeite

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Trier. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  3. Amtligi Iiwoonerzaal vo Trier am 31. Dezämber 2016