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Charte vo Europa
d Europa-Fahne vor em Sitz vo de Europäische Kommission

Di Europäischi Union (EU) isch e Staateverbund z Europa. Iri Ursprüng het si in de Europäische Gmeinschaft vo Chole un Stahl (EGKS) un de Europäische Wirtschaftsgmeinschaft (EWG), wo 1951 bzw. 1957 gründet worre sin, un de Euratom.

Di erschte Mitgliidstaate sin Belgie, d Bundesrepublik Dütschland, Frankriich, Italie, Luxeburg un d Niderlande gsi.

Hüt ghöred zu de EU 28 Staate mit öpe 500 Millione Iiwohner.

D Staategruppe vo der EU isch eini vo de wichtigschte Wirtschaftsmächt uf der Wält.

Inhaltsverzeichnis

GschichtBearbeite

ZittafleBearbeite

Unterz.
In Kraft
Vertrag
1948
1948
Brüsseler
Pakt
1951
1952
Paris
1954
1955
Pariser
Verträg
1957
1958
Rom
1965
1967
Fusions-
vertrag
1986
1987
Einheitlechi
Europäeschi Akte
1992
1993
Maastricht
1997
1999
Amsterdam
2001
2003
Nizza
2007
2009
Lissabon
                 
                   
Europäeschi Gmeinschafte Drei Süüle vo de Europäische Union
Europäeschi Atomgmeinschaft (EURATOM)
Europäeschi Gmeinschaft für Choole und Staal (EGKS) Vertrag 2002 uusglaufe Europäeschi Union (EU)
    Europäeschi Wirtschaftsgmeinschaft (EWG) Europäeschi Gmeinschaft (EG)
      Justiz und Inners (JI)
  Polizeilechi und justizielli Zämenarbet i Stroofsache (PJZS)
Europäeschi Politeschi Zämenarbet (EPZ) Gmeinsami Usse- und Sicherheitspolitik (GASP)
Militärbündnis Westeuropäeschi Union (WEU)    
ufglöst uf de 1. Juli 2011
                     


D EWKSBearbeite

Nach em Zwaite Weltchrieg mit sine verheerende Folge für Europa isch d Idee ufcho, ma chönnt en noie Chrieg verhindere, we ma d Wirtschaftsberiich, wo für d Rüschtig wichtig sin, so duet vernetze, dass e noii Ufrüschtig gar nöd möglich isch. S Ziil derbi isch au gsi, mit de Ziit zu ere Versöhnig zwüsche de ehemalige Gägner biizträge. En dritte wichtige Uslöser für d Gründig vo de EWKS isch de Chalt Chrieg gsi, wo derzue gführt het, dass d Weschteuropäer d Bundesrepublik Dütschland hei welle nöcher a sich binde.[1]

 
d Gründigsmitglider un d Fahne vo de EGKS

So het ma uf Grund vo eme Vorschlag vom Robert Schuman, wo französischer Usseminischter isch gsi, di dütschi un die französischi Produktion vo Chole un vo Stahl ere gmeinsame Behörde unterstellt.[2]

Us dem sognannte Schuman-Plan isch dann 1951 di Europäischi Gmeinschaft vo Chole un Stahl, wo ma au Montanunion gnennt het, entschtande.[3] Scho bi dere Gründig sin Institutione entstande, wo mit veränderte Näme un Ufgabe au hüt no d Grundlag für d Verwaltig vo de EU bildet. Us de Hohe Behörde isch di Europäischi Kommission worde, us em Ministerrot (Legislative) de hütig Rot vo de EU un us de Beratende Versammlig s Europäische Parlamänt. Di legislativ Gwalt ligt hüt bim Europäische Parlament, de Rot het degäge hüt kum noch e Bedütig.

D EWG un d EuratomBearbeite

Im Johr 1957 hei di Staate, wo scho d EWKS gründt hei, di Römische Verträg abgschlosse, un si hei dodermit di Europäischi Wirtschaftsgmeinschaft (EWG) un die Europäischi Atomgmeinschaft (EAG bzw. Euratom) gründt.[4]

S Ziil vo de EWG isch es gsi, en gmeinsame Markt z schaffe, wo s für Ware, Dienschtleischtige, Kapital un Arbeitschräft kei Gränze git. D Euratom het solle di friidlichi Nutzig vo de Atomenergii fördere.

Zerscht hei d EGKS, EWG un d Euratom en eigeni Kommission un en eigene Rot gha. 1967 het me di Inschtitutone zämeglegt un si als Inschtitutione vo de Europäische Gmeinschaft (EG) bezeichnet.[5]

Di witeri IntegrationBearbeite

I de Gschicht vo de EU hets immer wider Schritt von ere grössere Integration ghä un au Rückschritt uf dem Wäg, meischtens will d Einzelinteresse vo de verschidene Staate z gross si gsi. So isch d Idee von ere Europäische Verteidigungsgmeinschaft (EVG) im Johr 1954 bachab gange. Di französischi Nationalversammlig het dem nöd welle zustimme. Mit eme Veto gäge de Bitritt vom Vereinigte Königriich hät de Charles de Gaulle i de 60er-Johr d Integration ghämmt.[6][7] I de früehe 1980er-Johr isch d Forderig vo de britische Premierminischterin Margaret Thatcher es Probläm gsi, wo en tüfere Bitragssatz für d Brite het welle ha.[8]

Mee Schwung het d EU in de spöte 80er-Johr übercho, wo ma de Plan von eme Europäische Binnemarkt entwicklet het. Bis zum 1. Januar 1993 hei alli Mitgliidstaate ihres Wirtschaftsrächt so wit anenand solle aagliche, dass sämtlichi nationale Hindernis für en europawiite Handel hete solle überwunde si.[9]

Grossi Veränderige het s End vom Oscht-Wescht-Konflikt mit sich brocht, un d Wiidervereinigung vo Dütschland het däm Staat es grössers Gwicht gä.[10] Im Vertrag vo Maastricht, wo am 7. Februar 1992 unterschribe worde isch, het me us de EG d EU gmacht. Au d Gründig von ere Wirtschafts- un Währigsunion isch in dem Vertrag igschlosse gsi.

Zum nach em End vom Chalte Chrieg di politisch Spaltig vo Europa z überwinde, het d EU, wo nach Bitritt vo witere Staate i de Ziit bis 1995 jetzt scho 15 Mitglider het gha, z Kopehage Kriterie für d Ufnahm vo de oschteuropäische Schtaate feschtgleit.

Freiheit, Demokratii, Rächtsschtaatlichkeit, Menschenrächt un bürgerlichi Grundfreiheite het ma als Grundwert vo de Union definiirt.[11] 2004 un 2007 sind witeri Staate der EU biträtte. In de Zwischeziit het d EU 27 Mitglidsstaate gha, und sit em Biitritt vu Kroatie am 1. Juli 2013 het si 28 Mitglider.

Sid 2017 git’s z Ängland e politischi Diskussion über en Uustritt vom änglische Königriich us der EU, me seit däm der Brexit.

Mitglidstaate nach Datum vom BitrittBearbeite

 
d Entwicklig von 1952 bis 2013

Gründigsmitglider

  • Belgie
  • d Bundesrepublik Dütschland (Bi der Wiidervereinigung 1990 isch s Gebiet vo de ehemalige DDR zu de EG dezu cho)
  • Frankriich
  • Italie
  • Luxemburg
  • Niderlande.

1973

1981

1986

1995

2004

2007

2013

Z Norweege het d Bevölkerig in Abstimmige ane 1973 und ane 1975 de Bitritt zu dr EU abglehnt.

Näbe Erwiterige hets au Verchliinerige vom ruum vo dr EU gäh: Algerie het bis 1962 zu Frankriich ghört (als Teil vom Muetterland) un isch mit de Unabhängigkeit us de damalige EWG usgschiide.

Im Johr 1985 het Grönland, wo zu Dänemark ghört, aber autonom isch, in eme Referendum zum Ustritt us de EG entschiide.

Zu de EU gehöred au Gebiet vo de Mitgliidstaate, wo nöd z Europa sin: Des sin d französische Überseedepartemänt Guadeloupe, Französisch-Guayana, Martinique un Réunion, di spanische Kanare un d Exklave vo Ceuta un Melilla un di portugisischi Inselgruppe vo de Azore un Madeira.

D Insle Man un d Kanalinsle ghöred nöd zur EU, sin aber Teil vom EU-Zollgebiet.[12]

Lueg auBearbeite

LiteraturBearbeite

  • Werner Weidenfeld: Die Europäische Union. 3., aktualisierte Auflage. München 2013, ISBN 978-3-8252-3986-2.
  • Jürgen Hartmann: Das politische System der Europäischen Union. Eine Einführung. 2., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-593-39025-3.
  • Wilfried Loth: Europas Einigung. Eine unvollendete Geschichte. Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-593-50077-5.
  • Ulrike Guérot: Warum Europa eine Republik werden muss! Eine politische Utopie Bonn 2016, ISBN 978-3-8012-0479-2.

WeblinkBearbeite

FuessnooteBearbeite

  1. Gustav Schmidt, Die Römischen Verträge und der (Kalte Krieg) Ost–West–Konflikt Archivlink (Memento vom 24. Dezämber 2008 im Internet Archive), abgerufen 29. März 2008.
  2. Europäische Kommission, Erklärung vom 9. Mai 1950, abgerufen 2. Mai 2008.
  3. Europäische Kommission, 1951 Archivlink (Memento vom 2. Novämber 2008 im Internet Archive), abgerufen 2. Mai 2008.
  4. Europäische Kommission, 1957 Archivlink (Memento vom 2. Novämber 2008 im Internet Archive), abgerufen 2. Mai 2008.
  5. Europäische Kommission, 1967 Archivlink (Memento vom 25. Dezämber 2008 im Internet Archive), abgerufen 2. Mai 2008.
  6. European Navigator (Centre Virtuel de la Connaissance sur l'Europe), Étienne Deschamps: The ‘empty chair’ policy, abgerufen 12. Mai 2008 (englisch).
  7. Europäische Kommission, 1963 Archivlink (Memento vom 25. Dezämber 2008 im Internet Archive), abgerufen 2. Mai 2008.
  8. Europäische Kommission, 1963 Archivlink (Memento vom 25. Dezämber 2008 im Internet Archive), abgerufen 2. Mai 2008.
  9. Europäische Kommission, 1987 Archivlink (Memento vom 9. Jänner 2009 im Internet Archive), abgerufen 2. Mai 2008.
  10. REGIERUNGonline, Die Europäische Einigung - eine einzigartige Erfolgsgeschichte Archivlink (Memento vom 4. Jänner 2009 im Internet Archive), abgerufen 2. Mai 2008.
  11. Vertrag über die Europäische Union (Konsolidierte Fassung). Archiviert vom Original am 2013-05-17. Abgrüeft am 2008-10-27., Art. 6, abgerufen 18. Februar 2008.
  12. Amt für Amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, Protokoll Nr. 3 betreffend die Kanalinseln und die Insel Man (L 73 vom 27.3.1972, S. 164 (DE, FR, IT, NL)), in: Amtsblatt der Europäischen Union, abgerufen 25. Mai 2008.