Gebrauchsanweisung für die Schweiz

Dialäkt: Schwäbisch

Des Buach Gebrauchsanweisung für die Schweiz mit seine 206 Seida vom Zircher Schurnalischda Thomas Küng,[1] ama freia Autor, wo hauptsächlich Filmkridika fir vorschiidene Publikaziona ond Heerschbiil schreibt, ischt ois vo-ra ganza Roihe vo Werk, wo dr Piper Verlag rausgeit ond wo älle mit Gebrauchsanweisung für … ôôfanget. Mit dera Biacher-Serie werdet älle megliche Lender, Regiona ond Städt em En- ond Ausland emma entressiirda Leaserkreis näher brôcht. Jedes vo selle Werk hôt a bissle ebbes vo-ma Reisefihrer, ischt abr koiner, denn erschdens fehlet d Bilder, zwoidens a Regischder ond driddens isch der Tekscht et emmer neitral, sondern meischdens ganz persenlich, lakonisch ond ironisch.

Wen schbricht des Buach ôô?Bearbeite

En erschder Linie wendet sich des Buach an soddiche Deitsche, wo sich näher enformiira wellet ibrs Weasa vo de Schweizer, wia des Velkle ticket, was dia Leit fir Vorliaba hend ond et zledscht was es so mit ihrem Dialekt uff sich hôt. En dr Sendong QUER vom Schweizer Fernseha hôt dr Thomas Küng uff d Frôg, wôrom de Deitsche a Gebrauchsôweisong fir d Schweiz needich hend, ondr andrem wia folgt gantwordet: Ja, ganz eindeutig. Für die Deutschen sind ja die Schweizer ein Volk, das sie irgendwie zu kennen glauben, aber sie sind für sie völlig exotisch, und wenn sie dann zu uns kommen, sind sie überrascht, dass sie die Schweizer eben doch nicht kennen. Also wir schauen regelmässig das Deutsche Fernsehen, wir wissen, wie die Deutschen Politiker sich gegenseitig nieder machen und wir völlig konsterniert dasitzen und denken, das kann doch nicht sein, dass auf der einen Seite nur die Idioten sitzen, und auf der anderen Seite nur die Cleveren, also dass man irgendwie was zusammen machen muss. Also wir kennen euch sehr gut, aber die Deutschen haben von uns eigentlich keine Ahnung, deshalb brauchen Sie eine Gebrauchsanweisung.[2] Als oiner vo de Grend fir sella Ahnongslosichkeit fihrt dr Küng dô druff zruck, dass mr en Deitschland koin Schweizer Fernsehsender empfanga kôô (abgseha vo de deitsche Ort en Grenznähe).

Abr wahrscheinlich kennet au manche Eiheimische durch des Buach ebbes ibr sich selber erfahra, was-se bisher noh et gwisst hend.

Uff was wuud eiganga?Bearbeite

Dr Thomas Küng behandlet en seira Gebrauchsôweisong ondr andrem de folgende Thema:

  • Zerscht wuud druff nôgwiisa, dass en dr Schweiz koi «ß» geit; drom wuud au en dera Gebrauchsôweisong us deam Buachstabe emmer a «ss».
  • D Schweiz geografisch (Beischbiil: Wenn mr des Lendle mit seine guad 40.000 qkm pladd walza kennt, nô dät mr uf a grauß Land mit-ma Viilfacha vo dr Fleche komma.)
  • Dr Tell-Mythos (Der wuud vo fascht älle Schweizer fir wôhr ghalda, obwohl s meischde drvoo em Friedrich Schiller seira Fandasii entschbronga ischt.)
  • D Gschicht vo dr Eidgenossaschaft em Schnelldurchgang.
  • D Eiga-arda vo de oinzlne Kandönla.
  • En dr Schweiz geit’s an Haufa Schbrôcha, et bloß Deitsch, Franzeesisch, Italienisch, a ganz kloina Minderheit Rätoromanisch, sondern au noh Abweichonga innerhalb vo de Schwiizerdiitsche Dialekt, wia Berndytsch, Züridytsch, Baseldytsch … (Eiganga wuud au uff en Haufa Bsonderheida em Ondrschiid zwischem Deitscha ond em Schwiizerdiitscha, et bloß en dr Amts-Schbrôch, sondern au en dr Omgangs-Schbrôch; wenn z. B. a Deitscher zom Friistick a „Müsli“ bschdellt, nô vorlangt’r a kloina Maus ond koi „Müesli“.)
  • D Schweizer ond d Eisebôh (Dia Leit send Schbitzareider em Zugfahra. Nôch-ra Schdadischdik vom Jôhr 2000 hôt jeder Schweizer 1.865 Eisebôh-Kilomeder zruckglegt, a Deitscher drgega bloß 726.)
  • Ibrs Essa ond Trenka (z. B.: A „Mistkratzerli“ ischt a kloiner Gockeler.)
  • Hodels ond Feriawohnonga
  • Vom Omgang mit-em Kehricht[3]
  • Vom Brauchtum (z. B, Underzügli, Wyberhagga, 24 Schuss, Nouss)
  • Vo de Deitschschweizer, vom Welschland ond vo de Auslender en dr Schweiz
  • Polidik, Polidiker ond Wahla
  • Kuldur, Fernseha, Radio, Zeidongswesa ond andre Media

Litradur ond QuellBearbeite

  • Thomas Küng: Gebrauchsanweisung für die Schweiz, Piper Verlag GmbH, München 1996, ibrarbeidade Neiausgab 2002 ISBN 3-492-27507-9

Lueg auBearbeite

WeblinkBearbeite

Fuaßnoda ond oinzlne NôchweisBearbeite

  1. A bissle gholfa hôt-em bei dera Arbet dr Peter Schneider, a Deitscher.
  2. Quell isch gwäa: www.blogwiese.ch/archives/255, enzwischa glescht.
  3. Dr Kehricht ischt de meischde Deitsche besser als Müll bekannt.