Dialäkt: Bärndütsch

Der Kusch (hebräisch כּוּשׁ) isch ds Grosschind vom Noah gsi u der Stammvater vo de Kuschiter. So mit isch är e Figur us em Alte Teschtamänt u em Tanach. Es git ou ägyptischi Quelle wo der Kusch erwähen. Die bezieh sech uf die Nubischi Religion.

Erschti erwähnig vom Name Kusch i der Bibel

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Zum alleriersche mal doucht der Name Kusch nid im Zämehang mit em Bricht über e Noah uf sondern i der Beschrybig vom Bewässerigssyschtem vom Garte Ede. Der Zwöiti Fluss wo dert beschribe wird, heiss Gihon un dä fliesst nach Agabe vo der Bibel um z Land Kusch. (1 Mose 2,13 ELB) Da der Kusch der Stammvater vo de Kuschiter isch gsi u’s i der Bibel nid sälte vorchund das e Stadt oder es Land der Name vonere Person bennannt wird, isch es müglech, dass mit em Land Kusch ds Gebiet vo de Kuschiter gmeint isch. So öppis finde me zum Bispil bi der Stadt Henoch, wo nach em Name vom Sohn vom Kain benannt isch. (1 Mose 4,18 ELB) Es besteit aber ou d Müglechkeit das sech’s bi däre erschte erwähnig nid um ds Gebiet vo de Kuschiter handlet u öppis anders dermit gmeint isch.

Biblischi Überliferig

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Der Kusch isch der Sohn vom Ham u so mit es Grosschind vom Noah. Öb är der erschtgeborein isch, lad d Bibel offe. Är het no es paar Brüetsche: der Mizrajim der Put u der Kanaan.

Der Kusch het nach der Völkertafele i der Bibel di folgende Söhn gha: Der Seba, der Hawila, der Sabta, der Ragma, der Sabtecha u der Nimrod. Der Nimrod isch e grosser Jeger gsi. Vil meh erfahret me i der Bibel über e Kusch nid. (1 Mose 10,6-8 ELB)

Biblischi Überliferig vo de Kuschiter

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D Kuschiter wärde zum erschtemal im ne sehr schwirige Text im 4. Buech Mose erwähnt. U zwar wärfe d Miriam u der Aaron em Mose vor das är e Kuschitere söll ghürate ha. (4 Mose 12,1 ELB) Allerdings isch das was die beide da am Mose Vorwärfe nid ihres eigentleche Thema. Das merkt me scho da dran das die Ussag, das der Mose e Kuschitere söll ghürate ha, im wytere verloufe vom der Diskusion nümm wyter Thema isch. Es geit im 4. Mose 12,2 ELB nämlech dadrum öp Gott düre Mose redt oder nid.

Doch dä einzelne Värs zur Kuschitere wirft Fragen uf. Entweder isch mit der Kuschitere d Zippora gmeint oder de het der Mose e wyteri Frou ghürate. Nach der Überliferig us em 2. Mose 2 ELB isch d Zippora d Tochter vom Prieschter Reguël (Jitro). Zudäm isch der Mose i däm Momänt im Land Midian. Das heisst der Jitro isch Prieschter z Midian. Doch im ganze Text wird keis einzigs mal erwähnt das der Jitro e Midianiter u d Zippora e Midianitere wär. Es isch nur vom Land Midian d Redt. Das bis zur Gschicht vom Mose aber scho öffters wäge Hungersnot oder warum ou immer zu Wanderigen isch cho, so zum Bispil der Abraham, besteit d Müglechkeit das der Jitro als Kuschiter z Midian läbt.

Anderersyts isch es nid unüblech gsi das e Maa me als ei Frou gha het. Es chan also genau so guet sy das der Mose e zwöiti Frou gha het.

Der kischitisch Löifer

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Wo der Absalom der Sohn vom David e Ufstand gäge sy Vater gfüehrt, chunnt’s zu nere entscheidende Schlacht zwüschem Absalom u em Joab. Der David het sy Sohn läbig welle ha. Der Absalom isch du under ere Terebinte düre grytten u will är so längs Haar het gha, isch är mit de Haar i de Escht blybe hange. Der Joab isch es du wo der Absalom erschticht.

Nach däm der Absalom tot isch, geit’s du drum em David Mäldig z mache das der Absalom tot isch. Eigentlech gmäldet sech der Ahimaaz als erschte die Botschaft z überbringe. Doch der Joab wehrt u schickt e Kuschiter los, em Chönig z mälde das der Absalom tot isch. Doch der Ahimaaz bättlet u stürmt so lnag bis der Joab ywilliget u ou ihn los schickt. Der Ahimaaz u der Kuschiter chöme fasch glychzytig bim David a. Der Ahimaaz wird zescht befragt u är seit nid das der Absalom nümm läbt. Wo der David du ou der Kuschiter befragt, isch es du är wo em David siet das der Absalom nümm läbt. (2 Sam 18 ELB)

D kuschiter als grosses Chriegsvolk

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Wäret der Regierig vom Chönig Asa vo Juda wird vo mene Syg über d Kuschiter brichtet. Zur der Zyt isch ds Volk Israel nümm eis Volk, sonder i z Chönigrych Juda u Israel Ufteilt. D Kuschiter wärde dert als übermächtigs Chriegsvolk beschribe. Wo der Chönig Asa derzue bringt der Herr azrüefe u so gwinnt Juda u schlat d Kuschiter i d Flucht. (2 Chr 14 ELB)

Im Glyche Buech wärde d Kuschiter vom Herr erweckt um gäge Chönig Joram vo Juda uf z stah. D Kuschiter wärde i däm Värs zäme mit de Araber u Philister als Nachbere vo Juda bezeichnet. (2 Chr 21,16 ELB)

D Kuschiter im Jesaja

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Im Buech Jesaja wird Kusch im Zämehang mit Ägypte u Assur gnennt. (Jes 11,11 ELB) Wenigi Kapitel später wird Kusch wider als Land und als gägnerisches Volk bezeichnet, wo Gott wott richte. (Jes 18,1-7 ELB)

När befasst sech ds Buech Jesaja no mit der Gschicht vom Chönig Hiskija. Wo dä nämlech Chönig vo Juda isch gsi, isch är vom Chönig vo Assur belageret worde. Wil är sech so sorge gmacht het, het är der Jesaja informiert. Der Jesaja het im Hiskija du gseit das är sech keini sorge söll mache. Der Chönig vo Assur wärdi umchere will är es Grücht würdi ghöre. U der Chönig vo Assur isch du tatsächlech umkehrt, wil är verno het das der Chönig vo Kusch gäg ihn welli kämpfe. (Jes 37,1-10 ELB)

D Kuschiter im Jeremia

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Im Buech Jeremia chöme d Kuschiter ou vor. Im Jeremia 13,23 ELB wird d Frag gstellt öb e Schwarze syni Huutfarb chönn ändere oder e Leopard syni Fläcke? Wörtlech steit a Stell vo Schwarz aber der Begriff Kuschiter.

U vor em überfall vo de Babylonier, het der Chönig Nebukadnezar der Chönig Zedekia zum Chönig über Juda gmacht. Ds Heer vom Pharao isch du em Zedekia z Hilf cho. Obwohl ds Volk u der Chönig nümm uf Gott glosst hei, het der Zedekia du glych der Jeremia befragt. Dä het ihm gseit das ds Heer vom Pharao wider wird abzieh. Der Chönig söll sech nid düsche la. Das isch em Jeremia du als verrat usgleit worde. Drum het mene gfange gno. Es isch du der Kuschiter Ehed-Melech (wörtlech: Diener vom Chönig) wo der Chönig Zedekia uf sys Unrächt woner am Jeremia begange het, ufmerksam macht u ne so us der Zischtärne befreit. (Jer 37 ELB; 38,7-13 ELB)

Möglechi Erwähnig im Habakuk

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Im Buech Habakuk wird es Zält vo Kuschan erwähnt wo vertschaubet wird. Wäg der Namensänhnlechkeit nimmt me a, dass sech’s hie um nes nomadisches Volk handlet wo us Kuschiter besteit. (Hab 7,3 ELB)

Im Neue Teschtamänd

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Im Neue Teschtamänd wird die Volksgruppe nümm erwähnt. Einzig i der Apostelgschicht, i der Gschicht vom Kämmerer us Äthiophie wird uf grund vom Titel Kandeake, e Titel vo nere Chönigin z Äthiopie, vermuetet das d Chönigin e Kuschitere chönnti gsi sy.

Kuschiter im Hütige Israel

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Kuschim, also Kuschiter, isch im hütige Iwrit e offizielli bezeichnig für Afrikaner.

Literatur

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  • Fritz Reinecker, Gerhard Maier, Alexander Schick, Ulrich Wendel: Lexikon zur Bibel CSM R. Brockhaus, 2. Auflage, Witten 2015 ISBN 978-3-417-26550-7 Syte 715-716
  • Jean Leclant: Kushites. In: Kathryn A. Bard (Hrsg.): Encyclopedia of the Archaeology of Ancient Egypt. Routledge, London 1999, ISBN 0-415-18589-0, Syte 423–28.
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  • Angelika Lowasser: Kuschitenzeit. In: Michaela Bauks, Klaus Koenen, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2008