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Rembrandt: „Dr Ängel haltet der Abraham dervo ab, dr Isaak als Opfer z tööde“

Der Abraham (hebräisch ‏אַבְרָהָםAvrāhām „Vater vo de vile [Völker]“, aramäisch ܐܒܪܗܡ Abrohom, arabisch إبرَاهِيم‎ Ibrāhīm) isch as Stammvater vo de Israelite e zentrali Figur im Tanach und denn au im Alte Testamänt.

Er gältet au als dr Stammvater vo de Araber; vo sim Soon Ismael söll dr Brofeet vom Islam, dr Mohammed, abstamme.

Im Abraham si Gschicht wird im biblische Buech Genesis oder Bereschit, 12–25, vrzelt. Noch däm ghört er zämme mit sim Soon Isaak und sim Änkel Jakob zu de “Erzväter”. Vo deene chömme noch dr biblische Überliiferig die Zwölf Stämm vom Volk Israel.

Näben em Juudedum berüefe sich au s Christedum und dr Islam uf en Abraham as Stammvater. Doorum bezäichnet mä alli drei au as abrahamitischi Religioone.

Biblischi ÜberliiferigBearbeite

I der Bibel lehre mer der Abraham am Afang under em Name Abram kenne. Sy Vater isch der Terach, wo us der Linie vom Sem, em Sohn vom Noah stammt. Der Terach het insgesamt drei Söhn. Der Abram, der Nahor u der Haran. Der Lot isch der Sohn vom Haran u so mit isch der Abram der Unggle vom Lot. Nach em Tod vom Haran hüratet der Abram d Sarai u der Nahor d Milka. Doch d Sarai blybt Chinderlos da si zu däm Zytpunkt unfruchtbar isch. (1Mose 11,26-30 ELB)

Der Terach züglet später mit em Lot, em Abram u der Sarai vo Ur in Chaldäa richtig Kanaan. Wo d Familie z Haran (hütigi Türkei) achunnt, stirbt der Terach im Alter vo 205i. (1Mose 11,31-32 ELB)

Der Abram isch also z Haran woner vo Gott ufgforderet wird sys Vaterhuus z verla. Är isch 75i woner zäme mit em Lot u der Sarai Haran verlat. Wo der Abram ds Zält zwüsche Bethel u Ai ufgstellt het, erschynt ihm der Herr u dä verspricht ihm, dass das Land woner hie gseht, syne Nachkomme wird ghöre. Das Verspräche füehrt derzue, das der Abram Gott en Altar bout. (1Mose 12,1-9 ELB)

E Hungersnot zwingt der Abram derzue nach Ägypte z flüchte. Churz bevor är z Ägypte achunnt git är der Sarai der Uftrag sech als syni Schwoscht us z gä. Z Ägypte git’s aber genau wäg däm es Problem. Em Pharao gfallt nämlech d Sarai u drum holt är se zu sich. Um d Sarai us dere missleche Lag z befreie, straft Gott ds Huus vom Pharao mit Plage. Der Pharao isch nid begeischteret woner merkt das sech’s um d Frou vom Abram handlet u so stellt är ne zur redt. So chunnt us das der Abram Angscht um sys Läbe gha het. Uf die Gschicht abe muess der Abram ds Land wider verla. Damit dene beidne nüt passiert wärde si vo Soldate begleitet. So chunnt der Abram wider i ds Südland.(1Mose 12,10-20 ELB)

Im Gebiet zwüsche Ai u Bethel git’s zwüsche de Hirte vom Lot u dene vom Abram krach. Der Grund isch das es eifach nid gnueg Fueter für alli Herde i dere Gägend git. So muess sech der Abram vom Lot trenne. Der Lot geit i ds fruchtbare Jordantal u läbt i der Neechi vo Sodom u Gomorra. Nach der Trennig vom Lot erschynt Gott erneut im Abram u widerholt d Verheissig vo der übernam vom Land. Nach dere Verheissig lat är sech in Mamre i der Neechi vo Hebron nider. (1Mose 13 ELB)

 
Der Abraham u der Melchisedek vom Wenceslas Hollar

I der Gägend vo Sodom u Gomorra bricht e Chrieg us. Der uslöser isch, das es paar Chönige wo sälber em Chönig Kedor-Laomer müesse diene, der Dienscht nümm wei leischte. Wäret däm Chrieg wird der Lot u syni Familie vom Heer wo der Kedor-Laomer agfüehrt het entfüehrt. Wo das der Abram vernimmt, rüschtet är 318 Maa u verfolgt die Chönige, wo mit em Kedor-Laomer zäme der Chrieg agfange hei, bis nach Dan. Dert teilt der Abram ds Heer i zwöi Teili u überrascht ds Lager i der Nacht. De verfolgt är se bis nach Damaskus. Nach der Befreiig vom Lot u syre Familie, begägnet der Abram em Melchisedek u dä sägnet der Abram im Chönigstal. (1Mose 14 ELB)

Nach dene Gschichte erschynt Gott im Abram erneut. Jitz wird ganz konkret über e Nachkomme gredt. Da der Abram sälber scho sehr alt isch u ds Glyche ou uf syni Frou Sarai zue trifft, muess är befürchte, das der Elieser vo Damaskus sy erschti Chnächt alles Erbt. Gott seit ihm aber klar, das das nid wird passiere. Är schickt der Abram us em Zält u seit ihm när das syni Nachkomme so Zahlrych wärde sy, wi d Stärne am Himmel. Denn chunnt’s zum Bund zwüsche Gott u em Abram. Derzue muess der Abram e drü Jährigi Chue, e drü Jährigi Geiss u e drü Jährige Schafsbock halbiere u die Stück enand gägenüber lege. Zu dem Bund bruucht’s ou no e Tuube u e Turteltuube. Nach däm das alles so lyt, schlaft der Abram y u erfahret alles was syne Nachkomme in Zuekunft wird passiere u de fahrt Gott i Form vo nere Flamme dür die Stück düre. (1Mose 15 ELB)

Da sech die Verheissig vo mene Nachkomme lang nid erfüllt, macht d Sarai der Vorschlag, der Abram söll doch d Hagar, ihri ägyptischi Magd zur Frou näh. D Sarai hoffet das si dür ihri Magd zum ne Chind chunnt. Nach däm der Abram 10 Jahr z Kanaan läbt, geit är uf e Vorschlag vo syre Frou i u so git d Sarai d Hagar im Abram zur Frou. D Hagar wird sofort schwanger. Churz druuf abe git’s Lämpe zwüsche de beide Froue. Dä Erger füehrt derzue das d Sarai zum Abram geit u ihm d Schuld git für das Ganze. Doch der Abram gmacht klar das d Hagar immer no der Sarai ihri Magd isch u’s a ihren isch, d Hagar z demüetige. Di aschliessendi handlig vo der Sarai füehrt zur Flucht vo der Hagar. Nach däm d Hagar wider zrügg isch, bringt si der Ismael uf d Wält. Der Abram isch den grad 86i. (1Mose 16 ELB)

Wo der Abram 99i isch, erschynt ihm Gott erneut. Wäret dere Offebarig chunnt der Abram e neue Name über. In Zuekunft söll är nume no Abraham heisse. Der Grund isch das der Abraham der Vater vo vil ne Völker söll sy. Ou d Sarai chunnt e neue Name über. Jitz söll si Sara heisse. Der Grund isch, dass Gott d Sara wott sägne u im Abraham ou vo ihre es Chind wott schänke. Doch der Abraham bemerkt das är 100i doch keis Chind me cha becho u d Sara mit 90i ou scho z alt isch. Drum wünscht sech der Abraham eigentlech nur das der Ismael Erwachse wird. Doch Gott seit ihm, dass är anderi Plän het. Das är ihm vo der Sara es Chind wott schänke u das di das Chind sölle Isaak nenne. Är erhört aber ou der Wunsch vom Abraham im Bezug uf e Ismael u verspricht ihm das dä 12 Fürschte wird z Läbe schänke. Denn wird d Beschnydig ygfüehrt. Der Abraham isch bi der Beschnydig 99i. No im glyche Jahr chunnt’s derzue das der Abraham z Mamre Bsuech überchunnt. Der Abraham erchennt die drei Manne sofort als Bote Gottes. Nach däm är se begrüesst het, isch är sehr Gaschtfründlech u Schlachtet sogar es Chälbli. Nach däm d Manne gässe hei, verheisse si em Abraham nomal e Sohn. Denn mache sech zwee Manne uf e Wäg richtig Sodom. Es chunnt zum berüehmte Handel zwüsche Gott u em Abraham. I däm Handel bringts der Abraham fertig, das Gott verspricht, das är d Stadt verschont wenn är 10 grächti findet. Da’s i dere Stadt aber nur vier grächti git, nämlech der Lot, syni Frou u syner zwo Töchtere, vernichtet Gott d Stadt. Allerdings nid ohni die vier us der Stadt z füehre.(1Mose 17-19 ELB)

Vo Mamre us isch du der Abraham richtig Gerar zoge u het sech dert nider gla. Da är wider Angscht um sys Läbe het, git är syni Frou erneut als syni Schwoscht us. D Konsequänz vo däm verhalte isch, das der Chönig Abimelech d Sara zu sich nimmt. Wäg dere Tat erschynt em Abimelech Gott im ne Troum u macht ihm klar, das är d Frou wider muess a Abraham zrügg gä. Es isch dä Troum wo Gott der Abraham i der Bibel es einzigs mal als Prophet bezeichnet. Nur wil der Abimelech d Sara no nid aglängt het, chunnt är glimpflech dervo. Am nächschte Tag stellt der Chönig der Abraham zur redt u es stellt sech use, dass d Sara em Abraham syni Halbschwoscht isch. Am Schluss vo dere Begägnig, bättet der Abraham für d Froue vom Abimelech damit die wider chöi Chind über cho. (1Mose 20 ELB)

Wo der Abraham 100 jährig isch, chunnt d Sara tatsächlech no es Chind über. Si gäbe em Chind der Name Isaak so wi’s der Herr ihne het uftreit gha. Am achte Tag wird der Isaak beschnitte. Der Abraham isch so begeischteret das är es Fescht usrichtet wo der Isaak entwöhnt wird. Währet däm Fescht git’s Lämpe mit em Ismael. Dä Erger sorgt derfür das der Abraham der Ismael u d Hagar muess verjage. Wo di beide wäg sy, chunnt eines Tages der Chönig Abimelech verby. Är wott e Bund schliesse mit em Abraham. Der Abimelech weiss nämlech das Gott der Abraham begleitet. So chunnt’s zum Bund bi Beerscheba. (1Mose 21 ELB)

Denn wird der Abraham vo Gott uf d Prob gstellt. Gott git ihm der Uftrag mit em Isaak nach Morja z ga. Dert söll är uf em Bärg der Isaak opfere. Obe uf em Bärg acho macht der Abraham der Altar zwäg, fesslet der Isaak u liet ne uf e Altar. Im letschte Momänt gryft aber Gott i u der Abraham cha e Schafsbock a stell vom Isaak opfere. Gott verspricht em Abraham nomal das syni Nachkomme so Zahlrych wärde si wi der Sand am Meer. De gö die beide zrügg nach Beerscheba u dert erfahrt der Abraham das der Nahor sy Brüetsch e raglete Chind het über cho. (1Mose 22 ELB)

Der Abraham isch 136 jährig wo d Sara stirbt. Är befindet sech zu dere Zyt in Hebron. Dert verhandlet är mit de Hetiter damit är es Familiegrab (Erbbegräbnis) cha choufe. Der Efron isch du bereit d Höhli samt sym Acher z verschänke. Doch der Abraham wott nüt gschänkt. Schliesslech chouft der Abraham em Efron der Acher mit der Machpela Höhli ab. U d Hetiter bestätiget dä verchouf. Nach däm d Sara beärdiget isch, git är im Chnächt wo sy Huushalt verwaltet der Uftrag nach Haran (hütigi Türkei) z ga um em Isaak e Frou us syre Familie z hole. So findet de ou d Rebekka der Wäg zum Huushalt vom Abraham. Der Abraham hüratet när no d Ketura. Us dere Verbindig git's no sächs Chind. Die Chind schickt der Abraham no zu syr Läbzyt richtig Oschte. Der Abraham stirbt im Alter vo 175 u wird vom Ismael u em Isaak näbe der Sara begrabe. (1Mose 23-25 ELB)

LitratuurBearbeite

  • Christfried Böttrich u. a. (Hrsg.), Abraham. In Judentum, Christentum und Islam. Göttingen 2009, ISBN 978-3-525-63398-4.
  • Renate Brandscheid: Glaubenswanderschaft und Opfergang des von Gott Erwählten, Würzburg 2009, ISBN 978-3-429-03101-5.
  • Raphaël Draï: Abraham, ou la recréation du monde. Fayard 2006, ISBN 978-2-213-63044-1.
  • Israel Finkelstein, Neil A. Silbermann: Keine Posaunen vor Jericho. Beck, München 2002, ISBN 3-406-49321-1.
  • André Flury-Schölch: Abrahams Segen und die Völker. Synchrone und diachrone Untersuchungen zu Gen 12,1–3 unter besonderer Berücksichtigung der intertextuellen Beziehungen zu Gen 18, 22, 26, 28, Sir 44, Jer 4 und Ps 72. (Forschung zur Bibel, 115). Würzburg 2007, ISBN 978-3-429-02738-4.
  • Hartmut Gese: Die Komposition der Abrahamserzählung. In: Alttestamentliche Studien. Tübingen 1991, S. 29–51.
  • Thomas Hieke: Abraham. In: Michaela Bauks, Klaus Koenen (Hrsg.): Wissenschaftliches Internet-Lexikon zum Alten Testament. 2004 wilat.de
  • Søren Kierkegaard: Furcht und Zittern. 1843.
  • Karl-Josef Kuschel: Streit um Abraham. Was Juden, Christen und Muslime trennt – und was sie eint. München 1994, ISBN 3-492-03739-9.
  • Michael Niehaus, Wim Peeters (Hrsg.): Mythos Abraham. Texte von der Genesis bis Franz Kafka. Reclam, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-15-020180-0.
  • Abraham Segal: Abraham, enquête sur un Patriarche. Plon, 1995, ISBN 2-259-02664-8.
  • Peter Weimar: Art. Abraham, in: Neues Bibellexikon. Band 1. Zürich 1991, S. 14–21.
  • Benjamin Ziemer: Abram–Abraham, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-018294-7.

FachlexikaBearbeite

  • Robert Martin-Achard: Abraham – I. Im Alten Testament. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 1, de Gruyter, Berlin/New York 1977, ISBN 3-11-006944-X, S. 364–372.
  • Klaus Berger: Abraham – II. Im Frühjudentum und Neuen Testament. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 1, de Gruyter, Berlin/New York 1977, ISBN 3-11-006944-X, S. 372–382.
  • Rolf P. Schmitz: Abraham – III. Im Judentum. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 1, de Gruyter, Berlin/New York 1977, ISBN 3-11-006944-X, S. 382–385.
  • Jan Hjärpe: Abraham – IV. Religionsgeschichtlich. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 1, de Gruyter, Berlin/New York 1977, ISBN 3-11-006944-X, S. 385–387.
  • Scherer, Steinmeyer: Abraham, Arbram. In: Realencyklopädie für protestantische Theologie und Kirche (RE). 3. Auflage. Band 1, Hinrichs, Leipzig 1896, S. 102–112.
  • Thomas Hieke: Abraham. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 24, Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-247-9, Sp. 1–49.

WeblinggBearbeite

  Commons: Abraham – Sammlig vo Multimediadateie

  S dütschsprochig Wikiquote hät Zitat zum Thema „Abraham