Abem 19. Joorhundert hend sich afange gwüssi Persone noi as Alemanne bizaichne. De historisch Volchname Alemanne isch im früene Mittelalter usser Bruch choo und erst im 19. Joorhundert wieder entdeckt wore. Er werd bis hütt no bruucht, bsunders i de Sproochforschig, im Volchstum und i de Politik. Di hüttig Aawendig vo Alemanne und Alemannisch biruet uf de Aanaaam, as d Alemanne as en Ethnii bis hütt griifbaar sind, bsunders i de Sprooch und im Bruuchtum. Debii werd hüüffig d Aasicht vertrette, as d Alemanne sit em 13. Joorhundert dör frömdi Mächt uufgsplitteret wore saied und drum no hütt sich uf meriri Länder vertailet, nemli z Frankriich (Elsiss), i de Bundesrepublik Tütschland (Bade-Württeberg & Bayre), z Ööstriich (Vorarlberg), denn s Förstetum Liechtestai, und de tütschsproochig Tail vo de Schwiiz, wobii nöd selte d Walser z Italie (Aostatal & Piemont) gern vergesse gönd.

Historische Hindergrund

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Di historische Alemanne sind im 3.Jh.n. Chr. as e nois Volch uuftaucht. I de moderne Forschig wered si mengisch as e "Groosstamm" bizaichnet, wo sich i meriri Tailstämm uufglideret het. Noch de verlustriiche Schlacht bi Zülpich isch de nördlich Tail vo de Alemanne under di fränkischi Macht vo de Merowinger choo, wääred de südlich Tail spötistens 506 under d Schutzherrschaft vom ostgotische König Theoderich em Groosse cho isch. Ane 537 sind denn all Alemanne under fränkischi Herrschaft cho und sind undereme Herzog gstande, wo vo de Merowinger me oder weniger abhängig gsii isch. S Elsiss schiint nöcher as Könighuus bunde gsii z sii, ab 673 isch s Herzogtum Elsiss iigrichtet wore, wo 739 uufglööst woren isch. S Herzogtum Alemannie isch 746 uufglööst wore. Drufabe isch Alemannie vo fränkische Groofe verwaltet wore.

911 isch s Herzogtum Schwoobe iigrichtet wore; de Name Alemanne isch i dem Ziitruum usser Bruuch choo. S Piet vom Herzogtum Schwoobe entsprecht uugföör em hüttige Piet vo de Alemannische Tielekt, wie s im 19. Joorhundert vo de Forschig erschlosse woren isch. Nume südlich vom Rhii isch de Grenzverlauf starch vo de hüttige und doomoolige romanisch-germanische Sproochgrenze verschide gsii. Noch de Uuflöösig vom Herzogtum Schwoobe im 13. Joorhundert het sich s Piet i vili chliini politische Sprengel uuftailt.

Um 1800 het sich e nois »alemannisches Biwusstsii« entwicklet, wo sich vor alem öber de Tielekt definiert het. D Wörter Alemanne und Alemannisch hend dozmol e wiiti Verbraitg gfunde, bsunders i de Kultur, spööter isch de Name au politisiert wore. Wääred im 19. und i de erst Hälfti vom 20. Joorhundert de noi Alemannebigriff vor alem vo bildete Schichte bruucht woren isch, werd er hütt vo Wösseschaftler eener abgleent und uf di historische Alemanne vo de Antiki und vom früene Mittelalter iigschrenkt.

Ainzelni Regione

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Vorarlberg

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e Plakaat (1919/20) vom Komitée "ProVorarlberg"

Im 19. Joorhundert isch vo konservative katholische Chraise s Bild vom »alemannische Vorarlberg« för politischi Intressi gschaffe wore. Dozmol het Vorarlberg politisch no zum Tirol ghört und s sind Stimme luut wore, wo d Aigeständigkait vom Vorarlberg gforderet hend. Nochem Erste Weltchrieg isch de Aaschluss a d Schwiiz gwünscht wore, und zwoor au us Gründ vo de »alemannische Stammesverwandtschaft«. Natürli sind geographischi, wertschaftlichi und politischi Gründ di wore Biweggründ gsii.

Äänlich wie im Badische isch nochem Zwaite Weltchrieg s Bild vo de föderalistische und demokratische Alemanne instrumentalisiert wore, um d Verbreche vo de Nazi as "unalemannisch", somit vo Frömde gmacht, darzstelle und au um Vergee i aigne Chraise under de Tisch z förbe. Gliichzittig het mer sich im Vorarlbergische au vom »bajuwarischi Oste« und vo de »Wiener Zentrale« afange distanziere.

Ane 1947 het de Anton Linder noch Schwiizer Vorbild d Jungbörgerfiir z Vorarlberg iigfüert. Zu de Festäkt het ghört, as a de junge Vorarlberger d Heimatkunde Vorarlbergs vom Artur Schwarz uusghändigt wore isch. I dem Buech isch s Bild vo de rechtschaffne Alemanne – fliissig, eerlich, sparsam, sachlich – propagiert wore. Die alemannische Grundaigeschafte hebed dezue gfüert, as em Landtag bluetigi Zämestöss under de Partaie erspaart blibe saied.[1] Spööter isch vo offizielle Siite s Vorarlberger Jungbürgerbuch usegee wore. Do drin werd gmaint, di uusprägtisti Aigenart vom »Alemannische Schlag« sai siis demokratische Empfinde.[2]

Wo i de 1980er Joor Historiker aafange hend e realers Bild vo de Vorarlberger Gschicht z schriibe, het de Völkerrechtler Theodor Veiter (1907-1994), wo NSDAP-Mitgliid gsii isch, e Buech useggee, um a de »Antivorarlberg-Kampagne« d Stirn z büüte. I dem Buech het er festghalte, as de »alemannischi Stamm innerhalb vo de ööstriichische Bundesländer« nöd nume aigeständig sondern au historischi Identität heb«.[3] Chorz noch de Veröffetlichung vom Veiter isch es zum »Vorarlberger Historikerstriit« choo. De Landesarchivar Karl Heinz Burmeister het imene öffetliche Interview im Fernsee de Historiker Benedikt Bilgeri aagriffe, wo di meerbändigi Geschichte Vorarlbergs uusebroocht het. De Burmeister het em Bilgeri e schööfärberischi und alemannozentrischi Gschichtsschriibig vorghebt. Drufabe isch gforderet wore, de Burmeister söll usem Ländle verwise were![4] De Historikerstriit het denn doch d Demontierig vom vorarlbergische Alemannemythos iiglüütet.

Schwiiz

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S Ideal vo de »viersproochige Schwiiz« het em Alemannetum wenig Näärbode botte. Scho im 16. Joorhundert hend d Humaniste d Helvetier enteckt und mit de Aidgnosseschaft verbunde. Bis hütt isch s Bild vo de Helvetier as Vorfaare vo de Schwiizer uufrecht erhalte.

Bis is 20. Joorhundert ine sind i de Schwiiz d Alemanne as e barbarisches wilds Volch bischribe woore, wo s Land verwüestet und s »Kulturvolch« vo de Helvetier vertribe oder umbroocht hebid. Ab 1900 isch e nois Alemannebild uufchoo. Si hebid nöd nu s Schwyzertütsch oder s Alemannische is Land broocht, sondern au uuralti haimischi Brüüch. Zwoor gröber und wilder, dodeför nöd verwaichlicht, hebid si sich nöd i Städt iischlüsse loo, sondern Buurehööf baut, wo si de aigni Herr und Maister gsii saied. Ere Sii för Demokratii und d Abnaigig gege frömdi Autoritääte hebid im End gär zu de Gründig vo de Aidgnosseschaft gfüert.

I de Schwiiz het s Alemannetum aber nöd zonere Aanöcherig zo de anderne "Alemanne" enet em Rhii gfüert. Im Gegetail, nochem Erste Weltchrieg het mer sich aafange bsunders gege Tütschland abzgrenze. Ane 1936 het de Pfarrer Emil Baer d Schaffig vonere alemannische Schriftsprooch gforderet, för d »Rettig vo de aidgnössische Seel«. För en isch klar gsii, nöd d Sproochwösseschaftler sondern s »Biwusstsii vo de schwiizerische Sproochgmainschaft« entschaidi öber d Sproochgrenze, und die sai bekanntli de Rhii. Dezue maint er: »Jene Gebiete sind gegenüber der alemannischen Hauptmasse der deutschen Schweiz von durchaus untergeordneter Bedeutung.[5]

Im Gegesatz zu de Wörter Helvetier und helvetisch, wo Iigang i s alltägliche Schwyzertütsch gfunde hend und au i Stroossenäme, Resterant, Verain, Firmeneme etc. voorchömed, ghöred d Bigriff Alemanne und alemannisch i de Schwiiz eender zum Fachwortschatz.

Forschig

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Sprochwisseschaft

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Wu am Aafang vum 19. Johrhundert di germanistisch Sprochwisseschaft entstanden isch, sin d Bezaichnige fir Dialäktryym us historische Stammesnämme wie Alemanne, Baiern, Franke bildet wore. D Sprochwisseschaft im Allgmaine un d Dialäktforschig im Speziälle isch zue däre Zyt wie d Volkskund e Art Hilfswisseschaft fir d Historiker gsi, vor allem fir di Germanisch Altertumskund. Abgsäh vu erschte Aasätz vun ere wisseschaftlige Dialäktologi dur dr Franz Joseph Stalder (Schwyzerdütsch) un dr Johann Andreas Schmeller (Bairisch), hän di maischte Sprochwisseschaftler in dr erschte Helfti vum 19. Johrhundert, wie z. B. dr Jakob Grimm, Byschpel us dr Dialäktforschig nume as Bewyys fir Theorie zue dr Gschicht vu dr dytsche Sproch yygsetzt, zwische modärne Dialäkt un historische Sprochvariante, wie Althochdytsch oder Mittelhochdytsch isch do no sälte differänziert wore.


Schmeller 1821

Dr Johann Andreas Schmeller (1785–1852) het mit syym anne 1821 vereffetligte Wärch Die Mundarten Bayerns grammatisch dargestellt di wisseschaftli Dialektologi begrindet. Im Aahang git s e Charte, wu zem erschte Mol e Yydailig vu dr Dialäkt im siddytsche Sprochruum aagee wird, glideret no sprochlige Unterschid. Dr Schmeller vermyydet doderbyy historischi Stammesbezaichnige un unterdailt di oberdytsche Dialäkt in Oberrhein (= Alemannisch i. e. S.), Westlech (= Schwäbisch) un Ostlech (= Bairisch). D Abgränzig vu Oberrheinisch un Westlechisch ziet dr Schmeller mit dr Gränze vu dr k-Verschiebig un dr Diphthongierig vu mhd. î, iu, û vor Konsonant. Wu die Gränze verloffe sin, isch zue sällere Zyt aber nit gnau bekannt gsi.


Bernhardi 1844

Dr erscht, wu versuecht het, di gsamte dytsche Dialäkt sprochgeografisch yyzdaile, isch dr Bolitiker Karl Bernhardi (1799–1874) gsi in syym Wärch Sprachkarte von Deutschland (1844). Dr Bernhardi brucht do aber Byschpel us verschidene Zytepoche, d Grundlag vu syyre Yydailig sin römischi Bschrybige vu dr germanische Stämm (z. B. no Tacitus), derzue verwändet er mittelhochdytschi bzw. mittelniderdytschi Quälle, nume fir di oberdytsche Dialäkt brucht er d Charte vum Schmeller. Är schrybt im Vorwort doderzue,

„daß er fast ausschließlich den historischen Gesichtspunkt berücksichtigt hat, d. h. die Frage, ob sich aus den gegenwärtigen Sprachverhätnissen der Völker und namentlich aus der Verschiedenheit der Mundarten des deutschen Volkes, soweit dieselben noch heutigen Tages abgegrenzt bestehen, ein Schluß auf die usprünglichen Stammesverhältnisse ziehen oder doch mindestens ein Hülfsbeweis für die Forschungen über die Urgeschichte Deutschlands gewinnen lasse“.[6]

Derwylscht dr Schmeller in syyre Charte no d Bezaichnige Oberrhein, Westlech un Ostlech brucht het, schrybt dr Bernhardi

„Das gesamt oberdeutsche Sprachgebiet zerfällt in drei Hauptabtheilungen, welche durch die Namen alemannische, schwäbische und bairische Mundarten bezeichnet zu werden pflegen.“[7]

Fir syy Charte ibernimmt er aber d Uusdrick vum Schmeller.


Müllenhoff 1863

Anne 1863 het dr Karl Viktor Müllenhoff im Vorwort vu syyne Denkmäler deutscher Poesie und Prosa aus dem VIII–XII Jahrhundert[8] syy Theori vu dr Kontinutitet vu dr dytsche Schriftsproch vu dr Zyt vum Karl em Große bis zue dr hitige Neihochdytsche Schriftsproch vorgstellt. Di dytsche Mundarte dailt er mit Hilf vu Merkmol in alt- un mittelhochdytsche Handschrifte no historische Stammesnämme uf. Noch em Peter Wiesinger het sich mit däm Wärch d Verwändig vu Stammesnämme fir Dialäktryym in dr dytsche Sprochgschichtsforschig verfeschtigt.[9]


Behagel 1891

Wu anne 1890 di erschte Charte vum Dytsche Sprochatlas erschine sin, het s au erschti sprochwisseschaftligi Versuech gee, di dytsche Dialäkt yyzdaile: Behagel 1891 un Bremer 1892.

Dr Otto Behagel (1854-1936) dailt in syym 1891 erschinene Wärch Geschichte der deutschen Sprache di dytsche Dialäkt no sprochhistorische Entwicklige uf. Är goht vu dr klassische Stammbaumtheori uus un unterdailt di dytsche Mundarte zerscht no dr Linie vu dr althochdytsche Lutverschiebig in Niederdeutsch un Hochdeutsch, s Hochdeutsch in Mittel- un Oberdeutsch. S Oberdytsch unterdailt er in e weschtli une eschtli Biet: Alemannisch un Bairisch. S Alemannisch unterdailt er in Alemannisch im engeren Sinne (Hochalemannisch un Niederalemannisch) un Schwäbisch.

In ere speter Uflag (1916) dailt er s Oberdytsch uf in Fränkisch-Alemannisch un Bairisch. Zue dr Gränze zwische Frankisch un Alemannisch schrybt er:

Ein einheitliches Kennzeichen, nach dem sich von der alten bis zur neuen Zeit das gesamte Alemannische vom Fränkischen scheiden ließe, scheint es nicht zu geben.[10]

Är duet derno s Fränkisch zum Aine vum Niederalemannisch abgränze un zum andre vum Schwäbisch. In dr erschte Fassig vu 1891 het er s Oschtfränkisch no zue dr mitteldytsche Dialäkt zellt.


Bremer 1892

Dr Otto Bremer (1862–1936) het in dr 14. Uflag vum Brockhaus Konversationslexikon (1892) s Lemma „Deutsche Mundarten“ gschribe un e Charte derzue vereffentligt.[11] Dr Bremer fiert di verschidene Dialäkt diräkt uf historischi Stämm zruck, är schrybt

„In der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends n. Chr. entstanden die großen Volksstämme, aus denen die deutsche Nation erwachsen ist. […] Jeder Stamm war ein Volk für sich. Der Einzelne fühlte sich nur als Stammesgenosse, fühlte sich im schroffsten Gegensatz zu dem Angehörigen eines andern Stammes. Verkehrseinheit und folglich sprachlicher Austausch bestand nur zwischen den Gauen ein und desselben Stammes. Es bestanden im ersten Jahrtausend n. Chr. überall scharfe Stammesgrenzen, die zu Sprachgrenzen wurden, und dieselben sind zum Teil heutigentags noch nicht verwischt. […] Auf solchen alten Stammeseinheiten beruhen die Hauptgruppen der D. M. [Deutschen Mundarten] bis auf den heutigen Tag. Noch heute scheiden wir wie vor 1½ Jahrtausenden Bayrisch, Schwäbisch-Alamannisch, Fränkisch, Thüringisch und Sächsisch (d. h. Niedersächsisch, s. d.). Die Grenzen haben sich seit den Zeiten Chlodwigs nicht erheblich verschoben. Die Unterschiede dieser Mundarten waren in ältester Zeit nicht so bedeutend. Je längere Zeit ein Stamm in seiner Besonderheit und Abgeschlossenheit sich gehalten hat, um so mehr sind die sprachlichen Abweichungen dem Nachbarstamme gegenüber verschärft worden. Innerhalb jeder dieser großen Gruppen hat es nun stets kleinere gegeben. Jeder Stamm zerfiel wieder in kleinere Stämme, deren jeder wiederum für sich ziemlich abgeschlossen lebte und eine besondere, kleinere sprachliche Gemeinschaft bildete. Aus der schwäb.-alamann. Gruppe sondert sich noch heute das Schwäbische als eine eigene Mundart aus, entsprechend der alten Stammeseinheit der Schwaben.“[12]

Syyni Yydailig bschrybt er eso:

„Ungefähr seit der Mitte des ersten Jahrtausends n. Chr. ist die deutsche Sprache in die folgenden Mundarten gespalten: I. Alamannisch: a. Schweizerisch (Südalamannisch), b. Elsässisch, c. Schwäbisch. II. Langobardisch (im 9. Jahrh. ausgestorben). III. Bayrisch: a. Bayrisch im engern Sinne, b. Oberpfälzisch. IV. Fränkisch: a. Ostfränkisch, b. Rheinfränkisch, c. Hessisch, d. Moselfränkisch (ripuar.-rheinfränk. Übergangsmundart), e. Ripuarisch, f. Niederfränkisch. V. Thüringisch. VI. Sächsisch (d. i. Niedersächsisch): a. Nordniedersächsisch, b. Westfälisch, c. Engrisch, d. Ostfälisch. Mit Ausnahme von I b und IV a, b und d entspricht jede Mundart einem besondern alten Stamme. In Rheinfranken haben sich mit den eingewanderten, herrschenden Franken leiblich wie sprachlich Alamannen im Süden, Hessen im Norden gemischt; in Ostfranken Thüringer. Auch das alamann. Elsaß hat eine Beimischung fränk. Elements.“[13]


Wrede 1903

Dr Ferdinand Wrede (1863–1934) het 1903 e Charte vu dr dytsche Dialäkt zaichnet no dr Sprochdate vum Dytsche Sprochatlas, wu anne 1937 posthum vum Bernhard Martin vereffetligt woren isch. Die Charte isch d Grundlag wore vu dr Dialäktyydailig in dr maischte Darstellige in dr dytschsprochige Dialäktforschig, bis hite.[14] Dr Wrede het d Dialäkt ufdailt no Isoglosse, wun er noch em sprochhistorisch-genetische Prinzip uusgwehlt het. Bi dr Benännig het er aber jedwädere historische Bezug zue Stammesnämme welle vermyyde un het statt däm d Dialäktryym mit ere Sigle-Kombination vu sprochlige Gmainsamkaite bschribe. No däre Method wär Schwäbisch dr [ich/Apfel/euch/fescht/Kind/Eis/mähet]-Dialäkt [A/I/b/1/β/ββ/1]. Wel sonigi Sigle-Kombininatione wenig praktikabel sin, het sich des terminogisch System aber nit chenne dursetze.


Lexikon der Germanistischen Linguistik 1973

Scho anne 1963 isch dr Walter W. Arndt fir e Yydailig vu dr dytsche Dialäkt no strukturälle Merkmol yydrätte. Bis zuen ere konkrete Umsetzig vu däm Vorschlag het s aber no lenger brucht. Im Lexikon der Germanistischen Linguistik, wu anne 1973 uusechuu isch, isch versuecht wore, d Yydailig no Stammesbezaichnige z iberwinde un zuen ere strukturälle bzw. typologische Yydailig z chuu. Fir di neje Nämme, wu vorgschlaa wore sin, isch vu dr Yydailig in Niderdytsch, Mitteldytsch un Oberdytsch uusgange wore, derno sin die Dailryym no strukturälle Merkmol wyter unterdailt wore. Fir dr oberdytsch Dialäktruum sin derno analog zue dr Bezaichnige Westmitteldeutsch un Ostmitteldeutsch, wu scho lenger brucht wore sin, d Bezaichnige Westoberdeutsch[15] fir di alemannische, Ostoberdeutsch[16] fir di bairische un Nordoberdeutsch[17] fir di oschtfränkisch Dialäkt yygfiert wore.

Lueg no

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Büecher

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  • Die Alamannen, Begleitband zur Ausstellung »Die Alamannen«; Stuttgart 1997. ISBN 3-8062-1302-X.
  • Otto Behagel: Geschichte der deutschen Sprache. In: Grundriß der germanischen Philologie. Hrsg. von Hermann Paul, Bd. 1, Straßburg 1891, S. 526–633. 4. Uflag as Grundriß der germanischen Philologie 3, Straßburg 1916.
  • Otto Bremer: Deutsche Mundarten. In: Brockhaus’ Konversationslexikon, 14. Aufl., Bd. 5, Leipzig 1892, S. 27–35
  • Karl Bernhardi: Sprachkarte von Deutschland. Kassel 1844
  • Manfred Bosch (Hg.): Alemannisches Judentum: Spuren einer verlorenen Kultur. Eggingen 2001. ISBN 3-86142-146-1
  • Kurt Gayer: Die Alemannen-Saga. Ein Volk, kein Reich und 100 Herren. ISBN 3-88-571141-9
  • Wolfgang Kleiber: Westoberdeutsch: In: Lexikon der Germanistischen Linguistik. Hrsg. v. Hans Peter Althaus et al. Tübingen 1973, S. 355–363
  • Jürgen Klöckler: »Das Land der Alemannen …«. Pläne für einen Heimatstaat im Bodenseeraum nach 1945. UVK, Konstanz 1999, ISBN 3-87940-638-3.
  • Franz Mathis et al.: Vorarlberg: Zwischen Fußach und Flint, Alemannentum und Weltoffenheit. Wien 2000. ISBN 3-205-98790-X
  • Johann Andreas Schmeller: Die Mundarten Bayerns grammatisch dargestellt. München 1821
  • Peter Wiesinger: Die Einteilung der deutschen Dialekte. In: Dialektologie. Ein Handbuch zur deutschen und allgemeinen Dialektforschung. Hrsg. v. Werner Besch et al. 2 Bde. Berlin/New York: Walter de Gruyter 1982 und 1983, S. 807–900.
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Fuessnoote

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  1. Artur Schwarz: Heimatkunde Vorarlbergs. Bregez 1947
  2. Herbert Keßler: Jungbürger und Staat im Vorarlberger Jungbürgerbuch. Dornbirn 1957
  3. Theodor Veiter: Die Identität Vorarlbergs und der Vorarlberger. Wien 1985
  4. Vorarlberger Nachrichten, 26.11.1986
  5. Emil Baer: Alemannisch. Die Rettung der eidgenössischen Seele. Züri 1936
  6. Bernhardi 1844, o. S.
  7. Bernhard 1844, S. 119
  8. Müllenhoff 1863
  9. Wiesinger 1983, S. 808
  10. Behagel 1916, S. 49
  11. Bremer 1892, S. 27–35
  12. Bremer 1892, S. 28
  13. Bremer 1892, S. 28
  14. Wiesinger 1983, S. 809
  15. Kleiber 1973
  16. Rudolf Freudenberg: Ostoberdeutsch. In: Lexikon der Germanistischen Linguistik. Hrsg. v. Hans Peter Althaus et al. Tübingen 1973, S. 363–367
  17. Erich Straßner: Nordoberdeutsch. In: Lexikon der Germanistischen Linguistik. Hrsg. v. Hans Peter Althaus et al. Tübingen 1973, S. 352–355