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Karl Jaberg

en Schwizer Romanist, Sproochwüsseschaftler und Dialäktoloog

Dr Karl Jaberg (* 24. April 1877 z Langetal; † 30. Mai 1958 z Bärn) isch e Schwiizer Romanischt gsi.

s LääbeBearbeite

Dr Karl Jaberg isch dr Soon vom Lehrer Christian Jaberg und dr Magdalena geb. Santschi gsi. Er het z Burtlef s Gymi bsuecht und drno a dr Uni Bärn und z Paris (bim Gaston Paris und em Jules Gillieron) studiert. Anne 1900 het er z Bärn s Dokterexame gmacht und denn z Aarau un z Züri Schuel ggä. 1906 het er sich bim Jakob Ulrich mit eren Arbet über südoschtfranzösischi Dialäkt habilitiert. Er het d Emma Herzig ghürootet.

1907 isch er Profässer für romanischi Filology a dr Uni Bärn woorde. Sit 1908 het er Forschige zu de Mundarte im Tessin, im Bünderland und im Piemont gmacht. Bim Jaberg syni Undersuechige isch d Sproochgeografy immer wider e wichtegi Methoode gsi, er het psunders zum Französische, em Iteliänischen und em Rätoromanische gforschet, aber au Sache vo anderen romanische Sprooche bis zum Portugysischen und em Rumänische aglueget. Im akademische Joor 1931 bis 19352 isch er dr Räktr vo dr Uni Bärn gsi.

Zäme mit em Jakob Jud het er dr Sprooch- und Sachatlas vo Italien un dr Süüdschwiiz plaanet und useprocht. Für das Wäärch sind dr Paul Scheuermeier, dr Gerhard Rohlfs un dr Max Leopold Wagner d Fäldforschig go mache.

Nach em Louis Gauchat isch dr Jaberg 1942 dr Diräkter vom Glossaire des patois de la Suisse romande woorde.

I dr Romanistik-Biblioteek vo dr Uni Bärn isch d Karl-Jaberg-Biblioteek e wäsentleche Teil; die grossi romanistischi Dokumäntazioon, wo au s Archiv vom Sprooch- und Sachatlas vo Italien un dr Süüdschwiiz drby isch, het d Familie vom Jaberg dr Uni gschänkt.

Wäärch in ere chlynen UuswahlBearbeite

  • Pejorative Bedeutungsentwicklung im Französischen, 1901
  • Wie die Wörter untergehen. Antrittsvorlesung an der Universität Zürich, 1907
  • Sprachgeographie, Beilrag zum Verständnis des Atlas linguistique de la France, 1908
  • Herbstfahrten und Sprachstudien in den kottischen Alpen, 1913
  • Die alemannischen Lehnwörter in den Mundarten der französischen Schweiz, 1917
  • An Otto von Greyerz. Unserem Otto von Greyerz zum 60. Geburtstag, 1923
  • Karl Jaberg und Jakob Jud: Sprach- und Sachatlas Italiens und der Südschweiz, 1705 Sprachkarten, Wort- und Sachtabellen. 8 Bände, Zofingen 1928—1940.
  • Zur Sach- und Bezeichnungsgeschichte der Beinkleidung in der Zentralromania, 1926
  • Der Rumänische Sprachatlas und die Struktur des dacorumänischen Sprachgebiets, 1940
  • Louis Gauchat †. 12. Januar 1866 bis 22. August 1942, 1942

LiteraturBearbeite

  • Ricarda Liver: Jaberg, Karl. In: Historisches Lexikon vo dr Schwiiz.
  • Siegfried Heinimann: Karl Jaberg. In: Vox Romanica 17, 1958, S. 1-18.
  • Festschrift Karl Jaberg zugeeignet zur Feier seines 60.Geburtstages und zur Vollendung des 60.Semesters seines akademischen Lehramtes, 24. April 1937. Halle 1937.
  • Karl Jaberg und Jakob Jud: Index zum Sprach- und Sachatlas Italiens und der Südschweiz. Ein propädeutisches etymologisches Wörterbuch der italienischen Mundarten. Bern 1960.
  • Arturo Ruiz Esquivel: Die Romania lebt in der Karl Jaberg-Bibliothek Unerforschter Schatz der Schenkungsbibliothek und ihre Zukunftsperspektiven. Züri 2011.
  • Iso Baumer: Die Forschungsmethoden des AIS aus heutiger Sicht. In: Annalas da la Societad Retorumantscha, 89, 1976, S. 89–108.
  • Iso Baumer: Volkskundlicher Index zum Sprach- und Sachatlas Italiens und der Südschweiz von Karl Jaberg und Jakob Jud. in: Schweiz. Archiv für Volkskunde 54, 1958, S. 101-110.
  • G. Hilty: Karl Jaberg. In: Les linguistes suisses et la variation linguistique, hg. von J. Wüest, 1997, S. 115-124.

WeblinkBearbeite