Dr August Corrodi (* 27. Febber 1826 z Züri; † 15. Aügüscht 1885 z Züri) isch e Schwizer Dichter, e Moler un e Zeichnelehrer gsii. Am meischte bekannt isch er dur sini Ibersetzige vu Liäder vum Robert Burns wore.

Dr Corrodi Auguscht anne 1850

Dr August Corrodi ase jung

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Dr August Corrodi isch am 27. Febber 1826 z Züri uf d Wält kumme. Si Vatter isch dr Theolog Wilhelm Corrodi gsii, wu as Seelsorger in dr Pfarrfilial Üütike am Üetlibärg gwirkt het. Si Mueter, d Henriette geborini Rahn, e Pfarrersdochter vu Windisch, isch e Verehreri vum Johann Peter Hebel gsii un het e alemannischi Verzellig in Hexameter hinterloo: «E Bruutgschau im Pfarrhuus Windisch»[1] Friili isch si scho gstorbe, wu dr Auguscht afange ei Johr alt gsii isch. Aber wart numme, s stellt sich speter rüs, dr Bue drittet emol in diä gliche Dappete wiä sii Mueter. Bal noch ihrem Doot sin s Corrodis uf Töss bi Winterthur zoge un derte het dr 29-jährig Wittmann Wilhelm anne 1828 d Marianne Schulthess ghirate, d Dochter vum e bekannte Zürcher Chorherr. D Marianne het dr Auguscht in däm Dorf bi Winterthur ufzoge. Si hän im e ehmolige Nonnekloschter gwohnt, wu, wiä dr Literaturwisseschaftler Rudolf Hunziker schribt, scho mit sinere Architektür un Üsstattig in däm Bue si Phantasii agregt het. Z Winterthur isch er in d Primarschuel un uf s Gymnasium gange, wu aber numme viär Johrgäng gha het. Wäge däm het er anne 1842 miäße uf Züri uf d Kantonschuel ziägle.[2]

Z Züri het er dr Friedrich Staub un dr Ludwig Tobler, wu speter s Schwizerisch Idiotikon grindet hän, as Glassekamrad gha. Friili isch dr Auguscht ke guete Schiäler gsii, dr het anne 45 s Abitür grad eso gschafft. Dr Hunziker sait aber, ass im Corrodi si Dagebuech druf schliäße losst, ass dä unglicklig Schiäler e ungwehlig rich Inneläbe un e grossi Rifi in psychische Froge gha het. Dr het ab em vierzäte Läbensjohr aü scho dichtet un zeichnet.[3]

Studium un Wändig zu dr Kunscht

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Si Studium het dr Auguscht z Züri un z Basel agfange, dr het – in dr Familiädradition – wotte oder sotte Theolog wäre, het sich drno aber meh im Kunschtstudium zuezoge gfiählt. Schliäßlig het er d Theologii ganz gheie lo un het an dr Münchner Akademii viär Johr (bis 1851) Kunscht gstüdiärt. Drno het er vu Töss üs un zwische duri z Sanggalle versuecht, berueflig Fueß z fasse. Dr isch jetze as Moler viiri drätte un het an kantonale un Schwizerische Üsstellige mitgmacht. Sini Skizze un Elbilder hän scho Beachtig gfunde. Aber e Sicherheit het er erscht bikumme, wun er 1862 z Winterthur zum Zeichnelehrer an hechere Schuele gwehlt wore isch.[4] Des het zue nem basst; dr isch gärn mit dr Jugend umgange; des zeigt si Dichtig, aber aü si Wärk «Landschaftliche Vorlagen für Sekundar- und höhere Bürgerschulen».[5]

Dr Corrodi Auguscht as Dichter

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Dr Corrodi verzellt. Illustration 1858.

Am meischte het im Corrodi si Härz aber fir s Dichte gschlage. Vorbilder sin dr Jean Paul un dr Joseph von Eichendorff gsii, zwe Romantiker, un si erscht Gedichtbiächli, wun er anne 1853 rüsbrocht het, isch im Eichedorff gwidmet gsii:

An Eichendorff.
Aus deines Liederhimmels
Ewig leuchtendem Blau
Perlte herab in mein Herze
Süssester Himmeltau
Und hat die schlummernden Blüten
Geweckt in meiner Brust
Und golden mir erschlossen
Jubelnde Sangeslust.
Darum in deine Locken,
Du treuer Sängergreis,
Wind ich mit treuer Liebe
Mein Alpenrosenreis.[6]

Mit däm Gedichtsbiächli het er aü Aerkännig in dr Kinschtlergsellschaft vu Winterthur gfunde, wu Müssikante, Komponischte un anderi verdrätte gsii sin. Zitewiis isch er Vorstandsmitgliid un Ehremitgliid vu vum «Kunstverein Winterthur» gsii un het viil fir-e gleischtet, zum Biispiil d kinschtlerisch Üsgstaltig vu Verastaltige. Dr het aü Beziähige zum Müssikläbe z Sanggalle gha; bim Kunschtvereim Sangalle isch er Konservator wore.[7]

In dr 50er Johr vum 19. Johrhundert het dä Dichter un dr Moler viilmol dr Wald vu dr Heimet zum Thema gha, si beschts Wärk üs däre Zit heißt «Waldleben». Mit Verzellige un Märli het er sich bsunders aü an Kinder gwändet un mehreri Kinderbiächer (mit eigene Zeichnige) rüsbrocht. Dr Bärner Literatürhischtoriker Otto von Greyerz het gschriibe:

«Er erzählt nicht wie gedruckt, sondern wie gesprochen, seine Geschichten entstehen gleichsam vor den Augen der Kinder. Er ist der erste, der nicht belehren will, der erste, der sich zufrieden gibt, wenn er Kinderseelen in ihr Lebenselement, in harmlose Heiterkeit versetzen kann.»[8]

E andere Schwärpunkt vum Corrodi sin sini Reisebricht gsii, do het er unter anderem fir s Journal «Alpina» gschriibe. So het er anne 1856 e langi Reis ins Tessin gmacht, het derte aber no Wuche un Monet Heimweh bikumme un gschriibe (uf hochditsch):

«Dü blangeresch no ebis, wu dr dr Namme drvu nit weisch; i will dr s sage: s isch s Wäse vu dr Mueter. Dü bisch in däm Land wiän e Kind, wu d Muetter verlore het un vun ere virnämme, hofrig azogene Dam ufgnumme wird. Aber diä dunkle, wilde, heiße Aügestärn sin nit diä liäbe, sampfte, trejhärzige Aüge vu dr Mueter …»[9]

Im Corrodi si alemannischs Schaffe

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e Kohle-Zeichnig üs em Schneewittli-Zyklus 1866

Ass dr Corrodi Auguscht alemannisch (im Zürcher Dialäkt) schribt, nimmt ein nit wunder, wä mer e hert sage:

Heimet, Heimet, du laascht nid los. Mit heimliche Gwalte
Fahscht eim dSinne und sHerz. Mit heimliche Mächte
Hebscht ein immer am Bändel wie dMuetter sChind am e Schnupftuech.
Gaht män use i dWält, was gischt eim mit na bim Abschiid?
Heiwehsame streuscht eim is Herz e heimlichi Hampfle.[10]

Im Corrodi si Liäbi zu sinere Muetersproch wird ditlig in ere Red, wun er eini vu sinene Figüre in sinene Dialäkt-Idylle halte losst. E junge Dokter, wu üs dr Främdi heimkunnt, sait:

D’Sprach? Die lamer nid schälte, das hieß der Muetter en Schimpf thue.
Züritüütsch, dich grüezi wider mit freudigem Herze,
Baden und schwadere wider i diine stärkede Flute!
Züritüütsch, du umhüllscht mi wider as gschmeidige Schlafrock,
Schmiegscht di iedem Gidanken a und schüttischt es Füllhorn
Wort vormer uus für alles und iedes; und wäri en Sprachma,
Wetti vu dir e Grammatik schriibe, mer wettid dänn luege,
Weli Sprach e riicheri hett, die griechisch nid usgnah! –
’S Imperfectum indicativi, das mangletis friili! –
Bischt au es bitzeli ruuch und säged d’Nachbere vu der,
Seigischt en Flüechlichratte, en ebigs Gwitter mit Hagel,
Blitz und Tunder und gstorbenem Väch und derige Gwalte –
Mögeds ja rächt ha echli – aber weischt, ’s ischt luuter Vergeuschtig,
Gar nüt anders, vergunned di Chraft und di markigi Sprachgwalt.
Lases du mache und chrach du furt dis härt Konsonantgwalch!
Bhalt dem Winterthurer sis a, so tunkel wie ’s Füürhorn,
Bhalt dem Zürcher sis a, so hell und lang wie nen Dampfpfiff,
Schränz dem Seebueb ’s Muul ussenand mit sim ei- und sim ä-Schrei –
Alles ischt guet, was d’häscht, und brav und urchig und währschaft.
Au nu zue, mis Züritüütsch, mi chalti Verstandsprach![11]

Mit dr Dialäktidylle «De Herr Profässer», «De Herr Vikari» un «De Herr Dokter», wu zwische 1856 un 1860 entstande sin, heb sich dr Corrodi si eigene poetische Stil gschaffe, so schribt dr Rudolf Hunziker. Dr wiist druf ani, ass im Corrodi si «mitunter in urchigen Wendungen und halb vergessenen Ausdrücken schwelgende Sprache erquickende Frische atmet».

Im Corrodi Auguscht sini Idylle hän vu iberal här Lob bikumme; dr groß Jakob Grimm het dr «Profässer» gläse un im Corrodi drno gschriibe: «Wissen Sie, was ich glaube und Ihnen gerade unter die Augen sagen will? Die Schweiz hat keinen besseren Dichter als Sie.» Dr Hunziker wändet do ii, ass des iberdriibe isch, wel sällemols des Lob im Gottfried Keller ghert het, aber dr git zue, ass im Corrodi sini Dialäktidylle zu dr Kleiod vu dr Schwizer vaterländische Literatür ghere.[12]

Im Corrodi sini Burns-Liäder

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Üs em Corrodi sinene Skizzebiächer (um 1860)

E glichi dichterischi Hechi her dr Corrodi nommol erreicht, wun er im schottische Dichter Robert Burns sini Liäder ins Züüritütsch ibersetzt het. Des Biächli mit 103 Sitte isch 1870 z Winterthur erschiine. Titel: Robert Burns: Lieder. Ins Schweizerdeutsche übertragen von August Corrodi.

D notwändige Sprochänntnis im Änglische het er in sinere Studiäzit z Minche erworbe un aü speter no üsboije.[13]

Des Biächli hets zu sinere Zit zun ere große Beliäbtheit brocht, numme im Gottfried Keller het ebis dra nit gschmeckt, dr het iber dr Corrodi gsait, dr diäg behaüpte, ass dr schottisch Dichter numme im Zürcher Landdialäkt gniäßbar seig.[14]

D Burnsliäder vum Corrodi sin aü in dr moderne Zit no ufglegt wore, so z Züri 1971 un 98 – beidi Üsgabe sin vergriffe. S het aü Vertonige gä, so vum Friedrich Niggli. Anne 1940 sin z Basel Vertonige vum Hans Steingruber erschiine; des Biächli im Verlag Bücherfreunde mit eme Vorwort vum Albert Rösler het gheiße: «Vor alter Ziit – Lieder Robert Burns».[15]

Dr Robert Burns het bim Corrodi scho lang e Stei im Brätt gha.

  • Wohl noch 1845 isch si erschti Ibersetzig vum e Burns-Liäd (A red red Rose) entstande – aber nit im Zürcher, nai, im Wiisedäler (Hebelsche) Alemannisch. Dr Corrodi isch e Liäbhaber vum Johann Peter Hebel gsii un het schiints dä Wiisedäler Dichter as «e Art Schutzherr fir diä eigene poetische Versuech»[16] gnumme. Des isch niä publiziärt wore, s isch in sinere handschriftlige Sammlig «Alemannische Lieder, Übersetzungen und eigenes» dinne.
  • Dr Winterthurer Dichter het am 5. Febber 1861 z Winterthur im Uftrag vu dr «Akademischen Gesellschaft» e effentlige Vortrag iber dr Burns un dr Hebel ghalte un het die zwe Lyriker «feinsinnig abgwägt»[17] Dr Hunziker bemerkt zu däm Vortrag: :«Wenn er (dr Corrodi) hier übrigens die reine Seele und den versöhnenden, liebevollen Geist als Hauptmomente hervorhebt, die dieser Poesie Kraft und Zartheit verleihen, so hat er damit zugleich seine eigene Idyllendichtung charakterisiert.»[14] Dä Vortrag isch im gliche Johr aü in dr illuschtriärte Zitschrift fir Literatür un Kunscht «Die Schweiz» erschiine.[18]

Dr Hermann Burte het im Corrodi sini Burnsliäder üsfiährlig bsproche[19]. Fir e bsunders glungini Ibersetzig haltet er «Wer böpperlet a der Chammer a?»

Wha is that at my bower door? Wer böpperlet a der Chammer a?
Wha is that at my bower door?
– O, wha is it but Findlay?
Then gae yere gate, ye’se nae be here !
– Indeed, maun I, quo’ Findlay.
What mak ye sae like a thief?
– O come and see, quo’ Findlay.
Before the morn ye’ll work mischief
– Indeed will I, quo’ Findlay.
Wer böpperlet a der Chammer a?
– Nu ich bis, seit de Heiri.
Se pack di hei! Was witt du da?
– Nu öppis! seit de Heiri.
De schliichscht ja, wie wennd gstole hettscht!
– Chumm lueg nu! seit de Heiri.
De machscht na Stämpeneie zletscht!
– Cha scho sy, seit de Heiri.
Gif I rise and let you in?
– Let me in, quo’ Findlay;
– Ye’ll keep me waukin wi’ your din
– Indeed will I, quo’ Findlay.
In my bower if ye should stay?
– Let me stay, quo’ Findlay;
I fear ye'll bide till break o’ day
– Indeed will I, quo’ Findlay.
Und lies i di is Chämmerli
– O las mi! seit de Heiri
Se wärs dänn mit mim Schlaf verbi.
– Natürli! seit de Heiri.
Und wärischt i mim Chämmerli
– O wär i! seit de Heiri
Se wettscht, bis’s taget, bi mer sy.
– Bis’s taget, seit de Heiri.
Here this night if ye remain
– I’ll remain, quo’ Findlay;
I dread ye’ll ken the gate again;
– Indeed will I, quo’ Findlay.
What may pass within this bower
– Let it pass, quo’ Findlay;
Ye maun conceal till your last hour
– Indeed will I, quo’ Findlay.
Und wettischt die Nacht bi mer sy
– Di ganz Nacht, seit de Heiri
Se fürch i, chämischt wider gli.
– Gli wider, seit de Heiri.
Was gscheh mag dänn im Chämmerli
– Las gscheh nu! seit de Heiri
Das rat i der, das bhalt für di!
– Verstaht si! seit de Heiri.

No dr Burns-Liäder – si Bschäftigig mit em Burns isch iber drei Johrzehnt gange, vu ca. 1845 bis mindschtens 1875 – het dr Corrodi aü no «She Stoops to Conquer» vum Goldsmith «i’s Schwizertütsch übereglupft und zwäg gattiget».[20]

Sini spetere Dialäkt-Wärk

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Ab 1869 het dr Corrodi Auguscht mit em «Dramatischen Verein Zürich» Beziähige gha un ab 1871 bis 1891 sin z Züri alli Johr Dialäktluschtspiil vun em ufgfiährt wore. Si «Herr », wun er zun ere Kummedi umgschriibe het, isch ellei anne 1871 fimpf Mol gspiilt wore. (E Luschtspiil vun em, «Wie d’Waaret würkt», isch erscht anne 1978 vum Fritz Klopfstein in s Bärndütsch iberdrait wore[21].) Sini Dialäktsticker üs däre Zit han ke diäfe Ghalt gha, meint dr Hunziker, mueß aber e «Virtuosität in der Handhabung des Idioms, eine gewisse Frische des Dialogs, die oft treffsichere Situationskomik» zuegä. Bim wennig gritische Publikum hebe diä Dialäktsticker aber bis ins 20. Johrhundert nii änewäg e große Erfolg gha. As doch wider guet glunge nimmt dr Hunziker üs[22]:

  • S Mundartluschtspiil «Die Alte und die Junge»
  • Im Corrodi sini drei Hefter «Alemannisches Kindertheater»
  • D Ibersetzig vu dr «Mostellaria» vum latiinische Dichter Plautus, «De Vatter chunnt!»
  • E Dialäktfassig vum Oliver Goldsmith sinem «She stoops the conqueror», schiints nit vereffentligt, numme im Nochlass.

Dr Corrodi zwische Natüür, Familiä un Bolitik

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Kohle-Zeichnig üs em Schneewittli-Zyklus 1866

Wäge sinere unsichere Beruefsstellig het er lang ke Familiä kenne grinde; si Verlobig mit der Caroline Wolff, e badischi Offiziärsdochter vu Karlsrueh, wun er heiß gliäbt het, isch anne 57 no elf Johr wider ufglest wore. Anne 1863 het er d Maria Haggenmacher üs em Lindegarte ghirate un zwee Buebe mit ere bikumme, si isch aber anne 77 scho gstorbe. Si zweiti Fraü isch d Zürcheri Louise Gysi gsii, diä het em e Dochter uf d Wält brocht. Mit sinem Iidritt ins «Philisterium» – so druckt sich dr Hunziker üs un meint wohl Sicherheit un Familiäläbe – isch sinere Poesii viil vu ihrenem Bode un vu sinere Berächtigik verlore gange; noch sinene Dialäktidylle (1856) un Burnsliäder (1870) het er ke verglichbari Hechi meh erreicht. Dr Hunziker meint aü, ass si Romantik nimmi in d Zit basst het: Töss isch induschrialisiärt wore, dr Corrodi mueß zuegä: «Die Welt ist ein Bahnhof geworden und unser Leben ein Hasten nach dem Bahnhof.» Uf dr andere Sitte het aü d demokratisch Bewegig in dr Mittli vu dr 1860er Johr «mit brutaler Gewalt» iigsetzt un «die Wogen der politischen Leidenschaften» sin hoch un wild dur s Land brüüst – im Corrodi si Stil isch do eweng üs dr Modi kumme; abasse het er sich nit kenne oder welle.[23]

Im Friähjohr 1881 het dr Corrodi Güscht üs Gsundheitsgrind dr Schueldiänscht miäße ufgä un isch uf Züri zoge. Am 15. Aügüscht 1885 isch er z Züri gstorbe. Dr Rudolf Hunziker, wu nit mit Gritik spart, drittet mit Entschiideheit drfir ii, ass mer im Corrodi si Adänke bewahrt. (Lueg unte Orginalzitat).

Orginalzitat

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Dr Rudolf Hunziker schribt iber dr Auguscht Corrodi[24] «Edelste Heimatkunst hat er uns geschenkt; ist es da nicht Pflicht, auch unsererseits dafür zu sorgen, dass diese taufrischen Denkmäler einer reinen Künstlerseele, dies Klein aber Mein eines beschaulichen Poeten- und Malergemütes nicht vom sengenden Hauche eines Geschlechtes hinweggefegt wird, das alles besser wissen will, und dem rückwärts zu schauen so oft eine Sünde am heiligen Geiste des Fortschrittes bedeutet? Denn jedem von uns, der seiner Väter gern gedenkt, der sich dagegen wehrt, völlig von der Gegenwart verschlungen zu werden, kommt wieder und wieder die Sehnsucht zu Gast, aus dem wirren Alltag in das still gehütete, unschuldvolle Land der Jugend zu entfliehen, der Phantasie jene Gefilde zu erschliessen, die von allem Erdenjammer unberührt sind. August Corrodi besitzt einen Zauberschlüssel, der diese Pforte öffnet, er gehört zu den Auserwählten, die uns auf köstliche Augenblicke eine Stätte des Ausruhens und der beglückenden Sammlung zu bereiten vermögen.»

Literatür

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Wäärch vom August Corrodi

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  • A. Corrodis zürichdeutsche Übertragung der Mostellaria des Plautus. Hg. und eingeleitet von Rudolf Hunziker. Winterthur 1911.
  • De Herr Dokter. Herbstidyll usem Züripiet. Winterthur 1860.
  • De Herr Professer. Idyll aus dem Züribiet. Winterthur 1857. 2. Aufl. Zürich 1878.
  • De Herr Vikari. Winteridyll usem Züripiet. Winterthur 1858.
  • Geschichten. Zürich 1881.
  • Lieder von Robert Burns. In das Schweizerdeutsche übertragen von August Corrodi. Winterthur 1870. – Neuaufl. unter dem Titel: Vor alter Ziit. Basel [1940].
  • Prolog zur Eröffnungsfeier des Casino in Winterthur. (Den 23. Januar 1863); von August Corrodi. Winterthur [1863].

Theater vom August Corrodi

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  • Alemannisches Kindertheater. 1. Stück: ’s Waldhüttli. 2. Stück: Amanda. 3. Stück: Schneeweiß und Rosenroth. Aarau 1874 und 1875.
  • Bilder der Zukunft. Festzug in Wädensweil, Fastnacht 1885. Wädensweil [1885].
  • D’Bademerfahrt. Lustspiel in 2 Akten. Zürich 1879.
  • De Gast. Lustspiel in 2 Akten. Zürich [oJ.] (Sammlung schweizerischer Dialektstücke 6).
  • De Herr Dokter; Familienbild in 4 Akten.. Zürich [1872].
  • De Maler. Familiebild i 3 Akte. Zürich 1875.
  • De Ritchnecht. Lustspiel in 3 Akten. Zürich 1873.
  • Die Alte-n-und die Junge. Züridütsches Familiebild i 4 Akte. Zürich [oJ.] (Sammlung schweizerischer Dialektstücke 9).
  • Drei dramatische Stücke. 1. Haube und Pantoffel. Scherz bei der Hochzeittafel für zwei grössere Mädchen. 2. E Sprechstund. Vorspiel in 1 Akt. 3. Vor em Bal. Lustspiel in 1 Akt. Zürich [oJ.] (Sammlung schweizerischer Dialektstücke 7).

über de August Corrodi

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  • Goswina von Berlepsch und Rudolf Hunziker: Über August Corrodi. In: Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur, 1913.
  • Elisabeth Ellenberger: Corrodi, August. In: Historisches Lexikon vo dr Schwiiz.
  • Rudolf Hunziker und Paul Schaffner: August Corrodi als Dichter und Maler. Ein Gedenkbuch. Vogel, Winterthur 1930 (Gabe der Literarischen Vereinigung Winterthur, 11).
  • 47 Schriftsteller aus der deutschen Schweiz seit 1800. Zürich/München 1981 (Helvetische Steckbriefe), S. 41–47 (inkl. Bibliografie).
  • Hans Jürg Küpper: Robert Burns im deutschen Sprachraum (unter besonderer Berücksichtigung der schweizerdeutschen Übersetzungen von August Corrodi). Bern 1979 (Diss.; Band 56 vu dr «Basler Studien zur deutschen Sprache und Literatur»)
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  August Corrodi im dütschsprochige Wikisource

Quälle un Fueßnotte

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  1. August Corrodi als Dichter und Maler. Ein Gedenkbuch von Rudolf Hunziker und Paul Schaffner. Mit einem Beitrag von Hermann Burte. Winterthur 1930. S. 26.
  2. Hunziker, am agäbene Ort, S. 5–9.
  3. Hunziker, am agäbene Ort, S. 9f.
  4. Hunziker, a. a. O. S. 10–12
  5. Hunziker, S. 30
  6. zit. noch em Hunziker, a. a. O., S 16
  7. Hunziker, a. a. O., S. 20.
  8. zitiärt bim Hunziker, S. 22.
  9. zit noch em Hunziker, S. 24f.
  10. zitiärt noch em Hunziker, S. 36.
  11. zitiärt noch em Original, S. 77–79
  12. Hunziker, S. 26–28
  13. Hans Jürg Küpper: Robert Burns im deutschen Sprachraum (unter besonderer Berücksichtigung der schweizerdeutschen Übersetzungen von August Corrodi), Bern 1979 (Diss.; Band 56 vu dr «Basler Studien zur deutschen Sprache und Literatur»), S. 63ff
  14. 14,0 14,1 Hunziker, S. 29
  15. no Reschersche im Internet. Wahrschiints gits no meh Üsgabe un Vertonige.
  16. Küpper, am agäbene Ort, S. 64
  17. Rob. Burns und Pet. Hebel. Von August Corrodi. In: Sammlung gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vorträge, hg. von Rud. Virchow und Fr. v. Holtzendorff. VIII. Serie, Heft 182. Berlin 1873
  18. Küpper, S. 66
  19. Im Vorabdruck in dr Zitschrift "Der Markgräfler" vum 31. Jülli 1928 un in: August Corrodi als Dichter und Maler. Ein Gedenkbuch von Rudolf Hunziker und Paul Schaffner. Mit einem Beitrag von Hermann Burte. Winterthur 1930. S. 95–110
  20. zitiärt noch em Küpper, S. 69
  21. Bernhard Sowinski: Lexikon deutscher Mundartautoren, Solmsverlag 1997, Stichwort Corrodi, August
  22. Hunziker, S. 33f
  23. Hunziker, S. 30–32.
  24. Hunziker, S. 36:
Dr Artikel „August Corrodi“ isch einer vo de bsunders glungene Artikel.

Churz zämmegfasst, isch de Artikel sproochlig un stilistisch vorbildlich gschriibe, bhandlet alli wichtigi Aspekt vum Thema ussfierlich, isch sachlig korrekt un sorgfältig mit Quelle belait, glunge gstaltet un profilgrächt.

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