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Martin Hannes Graf 2.jpg
Dialäkt: Züritüütsch

De Martin Hannes Graf (* 10. Mai 1975 z Züri) isch en Spraachwüsseschafter, wo as Redakter am Schwyzerischen Idiotikon schaffet. Aktyv isch er au as Namekundler und as Runoloog.

LäbeBearbeite

Uufgwachsen isch de Graf hauptsächli z Gòòchlingen im Tuurgi. Vo 1995 bis 2001 hät er Gërmanischtik, Allgimäini Gschicht und Mittellatynischi Filology a der Uniwërsitëët Züri gstudiert. S Lizänziaat hät er 2001, de Tokter 2004 gmachet. Er isch 2001–2002 Assischtänt gsy vo der Elvira Glaser und 2005–2007 wüsseschaftliche Mitarbäiter am Leerstuel für früemittelalterlichi Gschicht, bäides z Züri. 2007 isch er dänn Redakter am Schwyzerischen Idiotikon woorde, as Naachfolger vom Thomas Arnold Hammer.

WürkeBearbeite

Am Schwyzerischen Idiotikon schaffet de Graf sit em Band XVI mit.

Bsunders intressiere tuet si de Graf für Namekund und für früegschichtlichi Theeme. Was d Namekund aagaat, isch er 2001–2004 bim SNF-Projäkt «Datenbank der Schweizer Namenbücher» und 2003–2006 bim SNF-Projäkt «Thurgauer Namenbuch» deby gsy, und ab 2016 hät er zäme mit der Elvira Glaser as Co-Läiter vom SNF-Projäkt «Die Siedlungsnamen des Kantons Zürich» a der Uni Züri fungiert. Nach er Emeritierig vo de Glaser im 19i isch das Züri-Projäkt dän a s Idiotikon züglet woorde. Dezue ane isch er zäme mit em Hans Bickel Co-Läiter vom Projäkt «ortsnamen.ch», wo hüt vom Schwyzerischen Idiotikon bitröit wiird. E Räien Ortsnamenartikel gschribe hät er drüberusen i de Publikazioon «Deutsches Ortsnamenbuch», wo de Manfred Niemeyer 2012 useggëë hät. Und zur Zyt schrybt er zäme mit de Simone Berchtold es Buech, wo s drin d Schwyzer Familienämen erlüütered. Was d Früegschicht aagaat, hät scho syni Dissertazioon vo de spraachlichen und kulturellen Aschpäkt vom Schaaff und de Gäiss im früegschichtliche Mittelöiroopa ghandlet. Vil publiziert er dänn au über Ruune. I männgem Uufsatz aber verbindt er die bäide Theeme Namekund und Früegschicht und schrybt dän über Näme bi de Germaanen oder im alte Chuurrëëzie.

Publikazioone (chlyni Uuswaal)Bearbeite

Schwyzerisches Idiotikon

  • Schweizerisches Idiotikon, Bänd XVI und XVII, under anderem d Artikel Wasen, wīss, wissen, wetzen, Witz, Zeichen und Zug (alewyl mit de Zämesetzigen und Abläitige).

Büecher

  • Schaf und Ziege im frühgeschichtlichen Mitteleuropa. Sprach- und kulturgeschichtliche Studien. Budapest 2006 (Archaeolingua, Main Series; Bd. 19).
  • Paraschriftliche Zeichen in südgermanischen Runeninschriften. Studien zur Schriftkultur des kontinentalgermanischen Runenhorizonts. Zürich 2010 (Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen. Historische Perspektiven; Bd. 12).
  • Thurgauer Mundart in Geschichte und Gegenwart. Bern 2012; 2., überarbäiteti und erwytereti Uuflaag 2014 (Schwerpunktreihe Sprachen und Kulturen; Heft 5). Au online.

Uufsätz

  • Siedlungswüstungen im Kanton Thurgau aus namenkundlicher Sicht. I: Eugen Nyffenegger, Oskar Bandle (Ug.): Die Siedlungsnamen des Kantons Thurgau. Herkunft und Bedeutung der Namen der Ortschaften, Weiler und Höfe im Kanton Thurgau. Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2003 (Thurgauer Namenbuch; Bd. 1.1), S. 127–162.
  • Die Ethnonyme Winnili und Assipitti in der lateinischen Überlieferung der langobardischen Frühgeschichte. I: Strenarum lanx. Beiträge zur Philologie und Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Festgabe für Peter Stotz zum 40-jährigen Jubiläum des Mittellateinischen Seminars der Universität Zürich. Useggëë vom Martin Hannes Graf und em Christian Moser. Zug 2003, S. 47–75.
  • Zur Altersbestimmung von Flurnamen. I: Eugen Nyffenegger, Martin Hannes Graf (Ug.): Die Flurnamen des Kantons Thurgau. Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2007 (Thurgauer Namenbuch; Bd. 2.1), S. 51–58.
  • Ahd. *tëgar als Wortschatzproblem in der Toponymie. I: Beiträge zur Namenforschung NF 43 (2008), S. 381–395.
  • Schrift, Sprache und was dazwischen liegt. Zur Materialität epigraphischer Schriftlichkeit der ältesten Runeninschriften. I: NOWELE 62/63 (2011 [themaatischs Heft: Language and Literacy in Early Scandinavia and beyond, useggëë vom Michael Schulte und em Robert Nedoma]), S. 213–247.
  • Sprachkontakt, Kulturkontakt und die niedergermanischen Matronen-Gottheiten. I: Interferenz-Onomastik. Namen in Grenz- und Begegnungsräumen in Geschichte und Gegenwart. Saarbrücker Kolloquium des Arbeitskreises für Namenforschung vom 5.–7. Oktober 2006. Useggëë vom Wolfgang Haubrichs und em Heinrich Tiefenbach. Saarbrücken 2011 (Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung), S. 399–423.
  • (zäme mit de Michelle Waldispühl:) Neues zu den Runeninschriften von Eichstetten, Schwangau, Steindorf und Neudingen-Baar II. I: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 70 (2013), S. 41–63.
  • (zäme mit de Svante Fischer, de Carole Fossurier, de Madeleine Châtelet und em Jean Soulat:) An Inscribed Silver Spoon from Ichtratzheim (Bas-Rhin). I: Journal of Archaeology and Ancient History 11 (2014), S. 1–25.
  • (zäme mit der Adina Wicki und de Renata Windler:) Eine Adlerkopfnadel mit Runeninschrift(en) aus Elgg (Kt. Zürich / CH). I: Archäologisches Korrespondenzblatt 46 (2016), S. 379–398.
  • (zäme mit er Inga Siegfried:) Die Herausbildung und Verwendung des eigennamenspezifischen Suffixes -(e)mer im Alemannischen. I: Beiträge zur Namenforschung NF 52 (2017), S. 431–448.

Büecher, won er mit anderne zämen useggëë hät

  • (zäme mit em Christian Moser:) Strenarum lanx. Beiträge zur Philologie und Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Festgabe für Peter Stotz zum 40-jährigen Jubiläum des Mittellateinischen Seminars der Universität Zürich. Zug 2003.
  • (zäme mit em Eugen Nyffenegger:) Die Flurnamen des Kantons Thurgau. Etymologisches Flurnamenlexikon. Verzeichnis und Dokumentation der Flurnamen des Kantons Thurgau. 4 Bänd. Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2007 (Thurgauer Namenbuch; Bd. 2.1, 2.2, 3.1, 3.2).
  • (zäme mit de Heidi Eisenhut, de Karin Fuchs und em Hannes Steiner:) Schrift, Schriftgebrauch und Textsorten im frühmittelalterlichen Churrätien. Basel 2008.

Literatuur und WeblinkBearbeite