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Läben und SchaffeBearbeite

De Wanner, Soo vomene Kantonsschuelleerer, isch z Schafuuse i d Primaar- und d Kantonsschuel ggange und hät nachane vo 1924 bis 1930 z Züri Germanischtik (bim Albert Baachme), Anglischtik und Altertumskund gstudiert, äis Semeschter hät er au z London absolwiert. Promowiert hät er 1930 mit eren Aarbet über d Uufnaam vo de gmäintüütsche Schriftspraach z Schafuuse (truckt 1931). Er isch dänn Leerer für Tüütsch und Änglisch a de Handelsschuel vom chauffmänische Veräin und a de Privaatschuel Athenäum z Züri gsy.

1942 isch de Wanner Redakter am Schwyzerischen Idiotikon woorde, wäge de schwëëre Zyte doozmaal zeerscht nu uf de Grundlaag von eren Aarbetsabreed. 1951 hät men en as Naachfolger vom Otto Gröger zum Scheffredakter ernännt. Uf in gönd di normaalalfabeetische Regischter zrugg, wo sit 1961 jedem Wöörterbuechband aaghänkt wëërded (underdesse hät men au die für d Bänd I bis XI naagholt, wo scho voranen usechoo gsy sind). Won er 1974 pänsioniert woorden isch, hät de Peter Dalcher de Scheffposchten übernaa, und d Ruth Jörg isch für en i d Redakzioon yträtte. De Wanner hät dänn aber nanig uufghört und hät na s Gramatisch Regischter vom Wöörterbuech (bis Band 13) uusgschaffet, wo dänn für de 14. Band vom Kurt Meyer wytergfüert woorden und underzwüschet uf de Homepage vom Idiotikon online gschalten isch.

De Wanner hät a der Uni Züri Yfüerigskürs i s Wöörterbuech ggëë und hät d Usegaab vo de Wëërch vo de Reformatoore Huldrych Zwingli und Heinrich Bullinger mit sym filoloogische Wüssen understützt. 1943 isch er Mitgründer vom Zürcher Spraachveräin und dëm syn Obme gsy. Vo 1952 bis 1958 isch er Obmen und nachane Eeremitgliid gsy vom Tüütschschwyzerische Spraachveräin (hüt: Schwyzerische Veräin für di tüütsch Spraach) und hät dëë Veräin naadisnaa modërnisiert. Vo 1958 bis 1962 hät er na d Schuelpflääg vo Hedige gläitet.

EerigeBearbeite

1967 hät me s 25-Jaar-Jubilëëum vom Wanner as Redakter am Schwyzerischen Idiotikon mit drei Uufsätz vo syne Koleege Peter Dalcher, Kurt Meyer und Ruedolf Trüeb gfyret.[1]

1973 hät de Wanner en Eeregaab us em Kultuurförderigskredit vom Kanton Züri überchoo.

Uusgläsni PublikaziooneBearbeite

Schwyzerischs Idiotikon
  • I de Bänd 11, 12, 13 und 14 vom Schwyzerischen Idiotikon hät de Wanner under anderem di folgende, zum Täil ganz schëërgwichtigen und risig groosse Woortfamilien lexikograafisch uufgschaffet: Stang, stinken, Stier II, Sturm (mit stürmen), Stërn, Strāff (mit strāffen), Streiff, Strīff, Strupf (mit strupfen), Strāss, Tag, Tabak, taub, Tobel, Teil, tuen, Dank (mit danken und dänken), dunken, dunkel, Tāpen, tapfer, Tupf (mit tupfen), dūren, tūren, tǖr, dörfen/tören, Dorn, Turn (‚Turm‘), dert, tūsend, Tāt, dǖten, däuwen (‚verdauen‘), Trab (mit traben), Treber, trīben.
Monografye
  • Die Aufnahme der neuhochdeutschen Schriftsprache in der Stadt Schaffhausen. Diss Uni Züri, Imesee 1931.
  • Woher kommt unser Deutsch? Ein kurzer Leitfaden der deutschen Sprachgeschichte für höhere Schweizer Schulen. Frauefäld und Leipzig 1943 (und vili Maal wider uufgläit).
Uufsätz
  • Von unserer Soldatensprache. I: Schweizerisches Archiv für Volkskunde 42 (1945) 179–192; èènlich nanemaal i: Sprachspiegel 3 (1947) 101–109.
  • Hundenamen aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. In: Beiträge zur Sprachwissenschaft und Volkskunde. Festschrift für Ernst Ochs zum 60. Geburtstag, hg. von Karl Friedrich Müller, Lahr (Schwarzwald) 1951, S. 219–223.
  • Mundartforschung und Mundartpflege. I: Sprachspiegel 13 (1957) 65–79.
  • Das sog. historische Material in landschaftlichen Mundartwörterbüchern. I: Zeitschrift für Mundartforschung 27 (1960) 129–143.
  • Die Beziehung zwischen den Brüdern Grimm, ihrem Wörterbuch und der schweizerdeutschen Dialektlexikographie. I: Brüder Grimm Gedenken 1963. Gedenkschrift zur hundertsten Wiederkehr des Todestages von Jacob Grimm, Marburg 1963, S. 435–450 (= Hessische Blätter für Volkskunde 54).
  • Wortpaare vom Typus ‹recken : strecken› im Schweizerdeutschen. I: Sprachleben der Schweiz. Sprachwissenschaft, Namenforschung. Volkskunde [= Fäschtschrift Rudolf Hotzenköcherle], useggëë vom Paul Zinsli u. a., Bëërn 1963, S. 133–140.
  • «Dort kommt ein Mann in voller Hast gelaufen». I: Sprachspiegel 22 (1966) 43–46 [über di schwyzertüütschen Entsprächige vo de hoochtüütsche Konschtrukzioon «er kommt gelaufen».]
  • Schweizerisches Idiotikon/Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. I: Dialektlexikographie. Festgabe für Luise Berthold zum 85. Geburtstag. = Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, Beihefte, N. F. 17 (1976) 11–24.
Usegäberschaft
  • Georg Wanner: Die Mundarten des Kantons Schaffhausen. Laut- und Formenlehre. Frauefäld 1941 (Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik 20). [= en Aarbet vom Vatter vom Hans Wanner.]
  • [Zäme mit em Paul Zinsli und anderne:] Sprachleben der Schweiz. Sprachwissenschaft, Namenforschung, Volkskunde. [= Fäschtschrift Rudolf Hotzenköcherle]. Bëërn 1963.

LiteratuurBearbeite

  • Peter Dalcher: Dienst an der Sprache. Hans Wanner gestorben. I: Zürizytig Nr. 158 vom 10. Juli 1996, S. 38.
  • Peter Dalcher: Hans Wanner. I: Internationales Germanistenlexikon 1800–1950, useggëë vom Christoph König, Berlin und New York 2003, Band 3, S. 1983 f.
  • hh.: Zur Ehre der Mundartforschung. I: Badener Tagblatt, 20. Juni 1975, S. 9 (en Artikel zum Rücktritt as Scheffredakter).
  • Kurt Meyer: Hans Wanner zum Achtzigsten. I: Sprachspiegel 41, 1985, S. 2 f.
  • Kurt Meyer: Zum Gedenken an Dr. Hans Wanner. I: Sprachspiegel 52, 1996, S. 150 f.
  • Peter Ott: Wanner, Hans. In: Historisches Lexikon vo dr Schwiiz.
  • Hans Wanner: 32 Jahre am Schweizerdeutschen Wörterbuch. [Mit Bibliografy.] I: Schweizerdeutsches Wörterbuch. Bericht über das Jahr 1974, Züri 1975, S. 16–30.

WeblinkBearbeite

FuessnooteBearbeite