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Disambig.svg Dä Artikel isch über s Land Sachse. Zum germanische Volch vo de Sachse im Altertum und Mittelalter lueg under doo.


Freistaat Sachse
Freistaat Sachsen

Swobodny stat Sakska
Landeswappen Sachsen
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Landeswappen Sachsen

Schbrooch Dütsch, Obersorbisch[1]
Landeshauptstadt Dresden
Flechi 18.415,51 km²
Iiwohnerzahl 4.221.200 (31. Dezember 2007)
Bevölkerigsdichti 229,2 Iiwohner pro km²
Arbetslosequote 5,9 % (Mai 2018)[2]
Gründig 3. Oktober 1990
Staatsform Parlamentarischi Republik
Schulde 13,8 Mrd. € (Ende 2007)
ISO 3166-2 DE-SN
Kontakt:
Offizielli Websiite: www.sachsen.de
Politik:
Ministerpräsident: Michael Kretschmer (CDU)
Regierendi Parteie: CDU und SPD
Sitzverteilig im Landtag: CDU 59
Die Linke 27
SPD 18
AfD 9
Bündnis 90/Die Grüene 8
fraktionslos 5
Letsti Wahl: 31. Augschte 2014
Neggsti Wahl: 2019
Parlamentarischi Vertretig:
Stimme im Bundesroot: 4

De Freistaat Sachse (dt. Freistaat Sachsen, obersorbisch Swobodny stat Sakska) isch e dütschs Bundesland im mittel-östlige Deil vo Dütschland. Genau wie Bayre und Thüringe fiehrt Sachse d Bezeichnig „Freistaat“ als historischs Analogon zum Begriff „Republik“, so wie si Sachse als Gliidstaat vom Dütsche Rych noch 1918 gführt hät.

GeografyBearbeite

Sachse litt im Oste vo Dütschland. S gränzt an d Bundesländer Brandeburg, Thüringe, Sachse-Ahalt und Bayre, dezue an d Länder Tschechie und Pole.

Z Sachse sind verschideni Mittelgebirge, bsunders s Erzgebirge im Süüde und s Lausitzer Gebirge ganz im Oschte. De höchscht Punkt vo Sachse isch uff em Fichtelberg, mit 1214 m über NHN.[3]

Groossi Flüss im Land sind d Elbe, d Spree, d Lausitzer Neisse, d Mulde und die Wyssi und die Schwarzi Elster.

Die gröschte Stedt sind Leipzig, Dresden und Chemnitz.

Gränzpunkt
Nord Wörblitz (bi Torgau) 51°41'07
Süd Schönberg (Vogtland) 50° 10'19"
West Langebach (Vogtland) 11° 52' 22"
Ost Deschka (bi Görlitz) 15° 02' 37"

Statistisch und noch de Bevölcherigsdichti gseh hät jede Ywohner e halb Füeßballfeld für sich.

StaatsrächtBearbeite

De Freistaat Sachse isch e parlamäntarischi Republik. Di hüttig Verfassig datiert vo 1992 (mit epaar Änderige sit do).[4]

ExekutiveBearbeite

Di «Sächsisch Staatsregierig» ist d Exekutive. Si wird vom Minischterbresidänt gfüert, wo vom Landtag gwäält wird. De Minischterbresidänt ernännt d Staatsminischter, wo jede eme Staatsminischterium vorstaat. Wie das imene parlamäntarische Sischtem eso isch, bruucht d Landesregierig e Meerhäit im Parlamänt, wo si understützt, suscht mues si zruggträtte.

Sit 2014 hät Sachse e Koalitionsregierig vo de CDU (wo au de Minischterbresidänt stellt) und de SPD.

Sit de Widerveräinigung 1990 isch d CDU di sterchtsch Partei und hät sidert au all Minischterpräsidente gstellt:

LegislativeBearbeite

De «Sächsisch Landtag» isch d Legislative. Er hät regulär 120 Sitz, aber wäg em Waalsischtem chönnts au epaar mee sy. Gwäält wärded d Miglider vom Landtag für amigs föif Jaar; di aktuell Legislaturperiode gaat vo 2014 bis 2019. De Landtag erlaat d Gsetz und lueget, dass d Staatsregierig und d Verwaltig ekäi chrumbi Sache mached.

Tiräkt cha s Volch mit eme «Volchsaatraag», eme «Volchsbigeere» und eme «Volchsentschäid» mitrede. Zeerscht emaal chönd 40.000 Stimmbirächtigti mit eme Volchsaatraag en uusgschaffets Gsetz voorschlaa. Wird dää vom Landtaag abgläänt, chan er vo 450.000 Stimmbirächtigte as Volchsbigeere namaal lanciert wäärde, und dänn gits e Volchsabstimig drüber. Wänn dänn d Meerhäit vo all däne, wo drüber abstimed, «ja» zum Volchsbigeere säged, wirds zum Gsetz.

JudikativeBearbeite

De Sitz vom «Verfassigsgrichtshof vom Freistaat Sachse» isch Dresden, dää vom Oberlandesgricht au. Under em Oberlandesgrichts häts föif Landgricht, und under däne stönd e ganzi Räie Amtsgricht. Dezue ane chunt d Fachgrichtsbarkeit.

VerwaltigsgliderigBearbeite

Ufteilt gsy isch de Freistaat bis 2012 i d Diräktionsbezirk Chemnitz, Dresden und Leipzig mit zäme 22 Landchreis und 7 Chreisfreie Stedt. Sit do gits aber nu no ei «Landesdiräktion», zäh Landchreis und drei Chreisfreii Stedt.

WirtschaftBearbeite

D Staatsregierig will d Bedingige bezüglig Läbe, Arbet und Standort verbessre. Wyl des güeti Arbetschräft brucht, wird au Usbildig gfördert. Usserdem soll d Infrastruktur verbessert und d Forschig usbaut werre.[5]

Industry git s im Freistaat Sachse scho lang. Mittelerwyli isch d Arbetsplatzdichti z Sachse zimlig hoch. D Wirtschaft isch sit 2000 um 13,4 % gwachse. Mit siner Investitionsquote (23,2 %) isch s Bundesland an de Spitze.[6]

Während de Tourismus vo sälber immer meh wachst, stigt au s Asehe und d Attraktivität vo Stelle in säller Branche. Lut Prognose stigt er in de nächste Johr witer und schafft au Arbetsplatz. D Attraktivität als Reiseland und als Wirtschaftsstandort solle züe-n-re witere Verbesserig vo de Wirtschaft fiehre.[7]

GschichtBearbeite

  • Im Hochmittelalter isch s hüttig Sachse d Mark Meissen gsii, wo 1089 a s Gschlächt vo de Wettiner choo isch. Mit em früemittelalterliche Herzogtum Sachse, wo det gläge isch, wo hüt Nidersachse isch, derf mer s hütig Sachse nid verwächsle; lueg Germanen#D Sachse.
  • 1423 het dr König Sigismund em Meißner Markgraf Fridrich em Stitbare us em Gschlächt vo de Wettiner s Herzogtum Sachse-Wittenberg übergää. Dodrmit isch zum äinte dr Landesname Sachse d Elbe durufgrutscht und det anechoo, wo mer en hüt na bruucht. Und zum andere sind d Wettiner dodrmit Kurfürschte und s wettinisch Sachse(-Meißen) es Kurfürschtetum worde, wil mit Sachse-Witteberg lut dr Guldige Bulle vo 1356 au d Kurwirdi verbunde gsi isch.
  • In dr Barockziit het Sachse dr Absolutismus voll mitgmacht, öppe au mit em Auguscht em Starche. Di sächsische Kurfürschte sind doo au König vo Pole gsii.
  • 1806 isch Sachse dank em Napoleon es Königriich worde. 1805 und 1807 sind Schuelpflicht und Glaubensfreiheit iigfüehrt worde.
  • 1815, am Wiener Kongräss, isch öppe d Helfti vo Sachse an Preusse gange – as Strof, as es eso treu zum Napoleon ghebet gha het.
  • 1831 het Sachse nach Unruehe vom König en Verfassig mit gwisse Grundrecht und eme Parlament überchoo
  • Schpöter im 19. isch es überdurchschnittlich schtark induschtrialisiert worde, d SPD isch drmit schtärkschti Partei worde.
  • 1918 händ d Wettiner, wo sit 1089 regiert gha händ, müesen abdanke, und us em Königriich Sachse isch de Freistaat (d Republik) Sachse worde.
  • Ab 1945 isch im Erzgebirge massiv Uran gförderet worde für die sowjetische Nuklearwaffe. S Resultat sind au viili Kräbs-Toti und -Chranki gsii.
  • 1945 isch s „Land Sachse“, wo i de sowjetisch bsetzte Zone im Dütsche Rych gsi isch, uss em Gebiet vom vormolige Freistaat (ohni e Gebiet östlich vo de Neiße bi Zittau) und uss Deile vo de preußische Provinz Schlesie westlig vo de Neiße zämegsetzt worde. Im Johr 1952 isch s Land Sachse uffglöst und in drei Bezirk vo de DDR uffdeilt worre: Leipzig, Dresden und Chemnitz (das isch spöter umbenennt worde in Karl-Marx-Stadt).
  • S „Land Sachse“ isch nach em Muurfall per Verfassigsgsetz zur Bildig vo Länder in de Dütsche Demokratische Republik (Länder-Yfiehrigsgsetz) vom 22. Juli 1990 neu gründet worre. Ursprünglig hätt des Gsetz am 14. Oktober 1990 in Kraft trette solle. E Neufassig vom 13. September 1990 hät s Inkrafttrette uff de 3. Oktober 1990 (Dag vo de Widdervereinigung) vorverlegt. Mit em Bytritt vo de DDR zum Geltigsberych vom Grundgsetz vo de Bundesrepublik Dütschland 1991 und em Erlass von ere nöie Landesverfassig 1992 isch s Land Sachse zum „Freistaat Sachse“ worre. Di hüttigi, deilwis über Volksabstimmige festglegti Grenze isch e Kompromiss zwüsche de verschidene Grenze, wo s vo 1815 bis 1952 gha hät. So isch Alteburg widder zu Thüringe cho, umgchehrt ghört hütt vom Leipziger Umland meh zu Sachse wie friehner.
  • Hüt isch vor allem Dresden en Hochburg von dr rechte und islam- bzw. uusländerfindliche Bewegig Pegida.

LiteraturBearbeite

  • Reiner Groß: Geschichte Sachsens. Edition Leipzig, 4. Ufflag, Leipzig 2007.
  • Rainer Karlsch, Michael Schäfer: Wirtschaftsgeschichte Sachsens im Industriezeitalter. Edition Leipzig, Dresden/Leipzig 2006.
  • Hartmut Kowalke: Sachsen. Reihe Perthes Länderprofile, Klett-Perthes-Verlag, Gotha/Stuttgart 2000, ISBN 3-623-00672-6.
  • Joachim Menzhausen: Kulturgeschichte Sachsens. Edition Leipzig, Leipzig 2008.
  • Friedrich Ludwig Müller, Angela Pfotenhauer, Elmar Lixenfeld, Florian Monheim: Barock in Sachsen. Monumente-Edition. Monumente-Publikation vo de Dytsche Stiftig Denkmalschutz, Bonn 2000, ISBN 3-935208-01-4.
  • Sächsische Landeszentrale für politische Bildung / Landesverein Sächsische Heimatschutz e. V. (Hrsg.): Sachsen. Heimatgeschichte, Volkskunde, Denkmalpflege, Dorfgestaltung, Natur und Landschaft. Dresden 2007.

MedieBearbeite

  • Staatsarchiv Leipzig (Hg.): Land, Leute und Maschinen. Sachsen im Film 1912–1940, DVD, bearbeitet vom Stefan Gööck, Musik vom Hubertus Schmidt. Veröffentlichunge vom Sächsische Staatsarchiv, Reihe D: Digitali Veröffentlichige, Bd. 2, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2008, ISBN 978-3-89812-528-4

WeblinkBearbeite

QuelleBearbeite

  1. noch der Europäische Charta vo de Regional- oder Minderheitensproche
  2. Arbeitslosenquoten im Mai 2018 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Abgrüeft am 2018-05-30.
  3. www.die-sachsen-kommen.de. Archiviert vom Original am 2016-07-11. Abgrüeft am 2008-08-14.
  4. d Verfassig vom Freistaat Sachse
  5. www.smwa.sachsen.de/Wirtschaftspolitik Archivlink (Memento vom 24. Septämber 2008 im Internet Archive)
  6. www.smwa.sachsen.de/Wirtschaftsstandort Archivlink (Memento vom 22. Septämber 2008 im Internet Archive)
  7. www.smwa.sachsen.de/Tourismus Archivlink (Memento vom 28. Juli 2008 im Internet Archive)